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Unser Weihnachten und Silvester in der Karibik

22.12.2012 München – Dominikanische Republik (La Romana)

Wir heben erst nach einer 2-stündigen Verspätung Richtung La Romana ab, da wir noch auf einen Flieger aus Hannover warten müssen, der wegen Eisregen nicht starten konnte. Da wir schon in der Maschine sitzen, sind wir nicht so begeistert. 10 Stunden in der Holzklasse sind eigentlich schon mehr als genug. Ein Up-grade ist nicht mehr möglich, alles schon ausgebucht.

Ankunft gegen 18 Uhr in La Romana. Direkt vom Rollfeld aus werden wir auf Busse verteilt und binnen 10 Minuten sind wir auch schon am Hafenterminal. Schnell noch einchecken und dann dürfen wir endlich auf die Kabine. Unser Gepäck lässt auch nicht lange auf sich warten. Das klappt perfekt. Um 21:00 ist noch Seenotübung angesagt. Vorher legt die AIDA nicht ab. Also schnell auspacken, was essen und dann noch die Schwimmweste geschnappt und ab zum Sammelplatz. Ich war total müde und konnte kaum noch stehen. War ich froh, als endlich alles rum war. Plötzlich war auch meine Müdigkeit wieder weg und wir gingen noch rauf auf’s Pooldeck um das Ablegen zu erleben und noch 1-2 Drinks zu uns zu nehmen. Dann ab ins Bett!



23.12.2012 Seetag

Seetag….trotzdem bin ich um 7:00 schon hellwach. Es ist bewölkt und irgendwie auch kühl. Nach dem Frühstück schauen wir uns das ganze Schiff an. Langsam kommt die Sonne raus und wir setzten uns rauf auf‘s Deck, relaxen und schauen einfach dem Treiben zu.
Nachmittags haben wir beide noch Wellnessbehandlungen und Massage gebucht und „zack“ ist der Tag auch schon rum.



24.12.2012 Tortola (Road Town)

Endlich! Wir haben auf der ersten Insel angelegt. Tortola, Teil der British Virgin Islands. Wir haben den Ausflug „mit dem Segelkatamaran durch die Virgin Islands“ mit AIDA gebucht. Per Katamaran werden wir zu einem Schnorchel Platz gebracht. Allerdings ist dieser eher unspektakulär. Ein paar Fischchen und Korallen, weiter nichts. Dass die Fische rar sind kann aber auch daran liegen, dass hier Massen von Menschen von den Booten ins Meer geschwemmt werden.

Versorgt mit Rumpunsch machen wir uns auf den Weg zu Norman Island um dort am Strand zu liegen und zu baden. Das Meer ist wirklich glasklar, von einem unbeschreiblichem blau und die Sonne sticht ganz schön vom wolkenlosen Himmel. Ich entscheide mich für meine Kopfbedeckung, die wirklich selten zum Einsatz kommt.

Weiter geht’s mit Rumpunsch zur nächsten Insel. Dort wartet ein Mittagessen auf uns. Fisch, Huhn, Salat, Reis, Nudeln und Obst.
Nach einer Ruhepause segelten wir gestärkt zurück zum Schiff.

Nicht, dass es mir was ausgemacht hat. Aber dieser AIDA Ausflug wurde von keinem Scout der AIDA begleitet. Somit blieb auch die Übersetzung aus. Schlecht für alle, die kein Englisch können. Einzig der Kameramann war mit an Bord, verhielt sich aber komplett still. Das mal nur so am Rande….

Schnell noch Bescherung auf der Kabine, denn um 18:00 müssen wir schon im „Rossini“ sein. Wir bekommen heute dort das 8-gängige Weihnachtsmenü serviert und sind schon in froher Erwartung. Der Service ist sehr freundlich und aufmerksam. Wir bestellen erst mal Prosecco, schauen uns das Menü an und wählen einen Rotwein aus. Wie es aussieht, dauert der Beginn wohl noch etwas und so machen wir uns eben über den Brotkorb und den Aufstrich her. Auch nach 30 Minuten ist noch kein Essen in Sicht und die Stimmung droht auch am Nebentisch zu kippen. Grund der Verzögerung: Es fehlen Gäste! Alle wurden um 18:00 bestellt und auch (fast) alle kamen. Für uns Wartenden war nicht einzusehen, auf die Trödler zu warten. Gemäss dem Motto: „Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss essen was übrig bleibt!“ Etliche Brotkörbe später, die nun vor Verzweiflung an allen Tischen vertilgt wurden, und eine Flasche Rotwein später, kam dann endlich mal „ein Gruss aus der Küche“ an unserem Tisch an. Das Menü folgte im Anschluss. Da uns das Menü nicht vom Hocker gerissen hat, hab ich es mir nicht aufgeschrieben und auch nicht gemerkt. Es war nicht schlecht aber das geht noch deutlich besser!



25.12.2012 Antigua (St. John)

Ein neuer Tag, eine neue Insel. Es ist wunderbar, dem Schiff vom Balkon aus in aller Frühe beim Anlegen zuzusehen. Mal konnte ich sehen, wie die Lotsen an Bord gingen, manchmal sah ich die Sonne aufgehen und an manchen Tagen stand die Sonne schon am Himmel, bis ich mal einen Blick nach aussen geworfen habe.
Von Deutschland aus habe ich heute „Gordon’s Island“ Tour gebucht. Vom Schiff runter kann man sich vor Tour Angeboten kaum retten. Wie gut, dass wir dankend ablehnen konnten und als Beweis auch noch die Buchungsbestätigung dabei hatten.

Auf einem Umweg fanden wir dann auch den Treffpunkt. Wie sich rausstellte, teilten wir uns Gordon und sein Auto mit 5 weiteren AIDA Reisenden. 1 Paar und 1 Familie. Alle einsteigen, und los geht’s!

Vorbei am öffentlichen Markt (heute ist Feiertag und die meisten Läden sind geschlossen, die Strassen sind ruhig) und der zweit ältesten Kirche (St. Barnabas) auf Antigua geht es über die Insel über den Fig-Tree-Drive und vorbei am Regenwald zum „Dowhill Interpretation Centre“ (ein ehemaliges Fort, gelegen im Nationalpark). Dort erhält man unterhaltsam und per Film und Ton einen Einblick über die Geschichte der Insel. Ausserdem hat man von dort eine gute Aussicht.

Nächster Halt im Nationalpark, das Blockhaus. Ebenfalls ein ehemaliges, britisches Fort. Von hier oben hat man einen guten Blick auf Eric Clapton’s Anwesen auf einer Klippe! Sehr exponierte Lage!

Weiter geht es zum Aussichtspunkt „Shirley Heights“. Von hier oben hat man den berühmten Blick auf „Nelson‘s Dockyard“. Wir machen uns auf den Weg nach unten und erkunden das Hafengebiet, das sehr liebevoll renoviert wurde. Gordon versorgt uns mit Snacks und Getränken.
Jetzt aber genug der Anstrengungen und erst mal an den Strand. Gordon fährt uns an den Pineapple Strand zum baden und relaxen. Klares warmes Wasser, Palmen, Sonnenschein….so stellt man sich die Karibik vor!

Unseren letzten Halt machen wir noch an „Devil’s Bridge“ einer natürlichen, vom Wasser geschaffenen Brücke über dem Meer unter der das Wasser nur so tobt und krachend und spritzend gegen den Felsen klatscht. Gordon geht mit uns spazieren und wir finden auch ein paar Krebse.

Gordon war ein toller Guide und hat uns die Fahrt über bestens betreut und unterhalten. Sogar gesungen hat er für uns. Ein richtiger Entertainer eben und es hat viel Spass gemacht!

Abends hatten wir einen Tisch im „Buffalos“ reserviert. Ich hab mich tierisch auf ein gutes Steak gefreut. Auch hier gab es ein 4-gängiges Weihnachtsmenü aber ich wollte aber lieber nach der Karte essen. Die nette Bedienung hat mich aber darauf hingewiesen, dass eine a la carte Bestellung mit einer langen Wartezeit verbunden sein könnte. Das hatte ich gestern schon mal….nein….dann doch lieber das Menü. Nach Carpaccio vom Bison und Waldpilzcremesuppe kam dann mein Steak. Zwischenzeitlich habe ich bemerkt, dass Gäste, die nach der Karte bestellt hatten, ihr Essen auch schon hatten – ganz ohne längere Wartezeit! Naja…egal. Ich mach mich über mein Steak her und stelle fest, dass es durch ist! Ich hatte aber medium-rare bestellt. Bei aller Liebe, aber das mag ich nicht essen. Ich hatte mich so auf ein perfektes Steak gefreut. Ich teile dies der Bedienung mit, die verspricht, das Steak neu braten zu lassen. Allerdings könnte ich dann nicht zusammen mit meinem Mann essen. Na gut, was soll ich machen? Das neue Steak kam dann recht flott, war aber kein Kracher. Das Restaurant hatte sich gut gefüllt und leider hat uns keiner unseren bestellten Wein nachgeschenkt. Die abgegessenen Teller standen 30 Minuten vor uns. Es rannten zwar immer wieder mal Kellner an uns vorbei, aber keiner wollte unsere Teller mitnehmen. Irgendwann haben wir dann die Bedienung gerufen und die Rechnung bestellt. Das Dessert wollten wir nicht mehr.



25.12.2012 Dominica (Roseau)

Heute steht eine Inseltour mit Woody auf dem Programm. Auch Woody habe ich schon von Deutschland aus gebucht und wir waren bereits über Facebook in Kontakt. Umso größer war die Neugier und Freude, uns endlich persönlich kennenzulernen.

Kaum vom Schiff runter, hab ich ihn auch schon gleich erkannt und er mich. Ein paar Worte gewechselt und schon sassen wir in seinem Land Rover. Alex war begeistert, endlich mal in einem Land Rover fahren zu können.

Dominica ist eine sehr ursprüngliche, grüne und wilde Insel. Wo man auch hinsieht, üppiges Grün, exotische Blüten in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Pflanzen, die man bei uns im Baumarkt bekommt und die trotz Hege und Pflege eingehen wuchern hier wild und in nie gesehener Größe und Pracht. Beneidenswert!

Von Roseau aus ging es ins Landesinnere zu einem Wasserfall. Woody hat uns kreuz und quer durch den beeindruckenden Regenwald gefahren. Das nenn ich Off-Road. Kakao, Mango und andere Früchte wuchern hier vor sich hin und werden weder beachtet, noch geerntet. Vorbei an einer Schlucht, in der ein Fluss gen Meer fliesst, ging es wieder Richtung Küste. Wir fuhren die Küste ganz in den Norden hinauf. Woody machte immer mal wieder einen Abstecher ins Landesinnere und wir fuhren durch Dörfer, auch durch ein Rastafari Dorf und vorbei an Schauplätzen des Films „Pirates of the caribbean“.

Natürlich war auch für unser leibliches Wohl gesorgt. Woody hatte die prall gefüllte Kühlbox mit dabei in der sich Bananenkuchen, Sandwiches, Bier, Wasser und jede Menge Rumpunsch befand.

Nun war es Zeit zum ausruhen, wir wollten zum Strand. Leider war kein richtiges Strandwetter, aber wen stört schon so ein kurzer tropischer Schauer? „Liquid sunshine“ nennt das Woody! Wir fuhren Off-Road direkt an den Strand und schon wurde der Sonnenschein flüssig und es wollte gar nicht mehr aufhören. Nach 10 Minuten war der Spuk aber doch vorbei und wir konnten baden gehen.

Ausgeruht traten wir den Rückweg an. Woody hielt noch an Aussichtspunkten, fuhr uns nochmal in den Regenwald und wurde nicht müde, uns von sich und seiner Insel zu erzählen. Wir hatten einen tollen gemeinsamen Tag mit viel Spass, den wir alle sehr genossen haben und so schnell nicht vergessen werden.




27.12.2012 St. Lucia (Castries)

Keine Zeit zum ausruhen, denn auch für heute hatte ich bereits von Deutschland aus einen Ausflug (Highlights von St. Lucia) gebucht. Diesmal allerdings mit einer Deutschen Auswanderin. Wir trafen Christiane gleich am Pier und stellten fest, dass viele Mitreisende ebenfalls mit Christiane gebucht hatten.

Die Tour führt uns in den Süden der Insel. Wir halten immer wieder an um Fotos machen zu können. Da wir mit einem Kleinbus unterwegs sind dauert es immer, bis alle draussen bzw. wieder drinnen sind. Da war die private Tour mit Woody schon deutlich entspannter.

In Canaries angekommen hat Christiane dann erst mal mit Alex und mir eine Apotheke aufgesucht. Wir beide fühlten uns nicht besonders, es kündigte sich wohl eine Erkältung an. Kein Wunder, bei den auf Kühlschranktemperaturen herunter gekühltem Schiff.

Auch St. Lucia ist sehr grün und überzogen mit unberührtem Regenwald, der als Naturschutzgebiet gilt. Ein Spaziergang im botanischen Garten, der vom Regenwald abgegrenzt wurde, gewährt einen Eindruck von der Fülle und Pracht der Flora und Fauna. Sogar einen Kolibri hab ich dort gesehen.

Vor Soufriere halten wir an um die Wahrzeichen St. Lucias, die beiden Pitons in der Soufriere Bay, zu fotografieren. Zu erwähnen ist noch der Stopp an der Kassava Bäckerei. Dort werden Backwaren aus dem von der Maniok Wurzel gewonnenem Mehl (Kassava) hergestellt. Das ist eine aufwändige Arbeit. Das Brot gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Es ist sehr nahrhaft und schmeckt gewöhnungsbedürftig.

Letzter Halt ist die bekannte Marigot Bay mit der Gelegenheit zu baden. Wir entscheiden uns für ein Café und gönnen uns einen Burger, bevor wir wieder zurück zum Schiff gebracht werden.



28.12.2012 Barbados (Bridgetown)

Heute steht ein AIDA Ausflug auf dem Programm: Jeep & Katamaran.
Nach dem Treffen aller Teilnehmer werden wir auf Jeeps verteilt und über die Insel gefahren. Hier sieht man schon deutlich, dass es hier einige wohlhabende Menschen gibt. Vorbei an Traumstränden und Hotels und einen kurzen Abstecher durch den Regenwald (ich konnte sogar 2 Affen sehen) halten wir an einer Anlegestelle ganz in der Nähe des Hafens. Wieder ist kein Scout anwesend, niemand übersetzt und so stehen wir in der Sonne und wissen nicht wohin und wie es nun weiter geht.

Endlich setzt sich die Menge in Bewegung und wir besteigen einen Katamaran. Nach kurzer Fahrt hält der Katamaran ganz in Strandnähe. Hier sollten wir eigentlich Wasserschildkröten sehen und mit ihnen schwimmen. So ganz kann ich das nicht glauben und entscheide mich erst mal, nicht ins Wasser zu gehen. Die Erkältung ist schlimmer geworden und ich will nichts riskieren.

Tatsächlich springt ein Guide jedoch ins Wasser um die Tiere anzufüttern. Also werfe ich mir doch die vorgeschriebene Schwimmweste um und stürze mich ins Abenteuer. Nach kurzer Zeit schwimmt tatsächlich eines dieser faszinierenden Tiere auf mich zu und unter mir durch. Zum greifen nahe…..aber ich beobachte nur respektvoll. Plötzlich kommen sie aus allen Richtungen. Kinder, Männer, Frauen….alle wollen die Schildkröten sehen und es wird richtig voll im Wasser. Ich werfe noch ein paar Blicke auf die Tiere und gehe wieder an Bord. Das wird mir eindeutig zu viel. Man sieht bald vor lauter Menschen keine Tiere mehr.

An Bord gibt es wieder Getränke, Rumpunsch und ein Mittagessen (Huhn, Fisch, Salat, Nudeln) und wir segeln weiter. Leider überrascht uns noch ein Regenschauer, der uns aber einen wunderschönen Regenbogen beschert. Langsam segeln wir wieder zurück und gehen wieder an Bord. Den Abend verbringen wir – wie meistens – bei ein paar Drinks und gehen nie zu spät ins Bett.



29.12.2012 Tobago (Scarborough)

Wir sind früh dran, als wir von Bord gehen. Unser Ausflug beginnt erst um 10:30 und so schlendern wir erst mal durch Scarborough, was wirklich nicht sehenswert ist. Heute ist es richtig heiss und wir besorgen uns schnell noch ein paar Flaschen Wasser für den Tag.

Nach kurzer Wartezeit finden wir auch unseren Guide, Sarah. Auch diesmal hab ich wieder von Deutschland bei Auswanderern gebucht. Es geht zu einer Tour mit dem Glasbodenboot. Ein junges Paar, das erst gestern auf Barbados auf die AIDA zugestiegen ist, hat ebenfalls gebucht.

Sarah bringt uns mit dem Auto zum Pigeon Point Beach. Dort muss man Eintritt bezahlen und bekommt ein Bändchen ans Handgelenk. Der Strand ist sehr schön! Palmen, Bars, weisser Strand und türkises Meer. Leider sind dort viel zu viele Menschen.

Nach kurzer Wartezeit machen wir uns auf die Fahrt mit dem Glasbodenboot. Zuerst geht es über einen Korallengarten, dann hält das Boot damit man schnorcheln gehen kann. Auch diesmal verzichte ich wieder, wegen meiner Erkältung. Ich fühl mich nicht gut. Ein paar bunte Fische kann ich durch den Glasboden sehen und wie ich höre, gibt es nicht so wahnsinnig viel zu sehen. Da bin ich von den Malediven schon sehr verwöhnt und kann also ruhigen Gewissens an Bord bleiben.

Sarah versorgt uns gut mit Getränken und – genau – Rumpunsch!
Nach kurzer Fahrt halten wir im hüfthohen Wasser der Nylon Bay. Hier hat das Wasser eine unbeschreibliche und fast unechte Farbe. Man glaubt, jemand hat türkisfarbene Folie auf den Grund geklebt! Es heisst, dass man nach einem Bad 10 Jahre jünger wird. Das ist natürlich auch ein Grund. Das Wasser ist so verlockend und einladend, dass Alex und ich doch reingehen. Noch dazu ist das Wasser angenehm warm! Zurück an Bord machen wir uns auf den Rückweg und können auch noch einen Manta sehen. Es ist ein kleiner Baby Manta (ca. 2-3 m Spannweite) und er hält sich ganz alleine in der Bucht auf. Ein ergreifender Anblick.

Zurück an Land haben wir noch 2 Stunden Strandaufenthalt. Da ich mich nicht gut fühle, bekommt mir auch die Hitze nicht. Alex kauft sich an einer Strandbar einen Hamburger, der ihm in Zeitlupe und völlig planlos zubereitet wird. Ich kann mich kaum mehr auf den Beinen halten und setze mich erst mal. Wir entscheiden, in den Schatten zu gehen und treffen dort wieder auf das junge Pärchen samt Sarah’s Kühlbox. Hier kann man es aushalten!

Zurück an Bord entscheide ich mich für einen Besuch bei der Schiffsärztin. Sie untersucht mich und gibt mir Medikamente mit. Fieber habe ich glücklicherweise nicht und auch die Lungen sind frei. Aber ich fühl mich ziemlich im Eimer und hoffe auf schnelle Besserung! Anstatt Drinks in der Bar gibt es nun jeden Abend Eimerweise Tee!





30.12.2012 Grenada (St. George’s)

Für heute hab ich nichts gebucht. Eigentlich sollten wir die Insel auf eigene Faust erkunden und mein Plan war, einen Taxifahrer zu engagieren.

Die letzten Tage waren erlebnisreich, wir haben viel gesehen und die Eindrücke noch kaum wirklich verarbeitet. Richtig fit fühle ich mich auch noch nicht und so treffen wir die Entscheidung – zusammen mit unseren Kabinen Nachbarn – an Bord zu bleiben. Also rauf auf’s Pooldeck. Heute ist es wechselhaft und so knallt auch die Sonne nicht so gnadenlos vom Himmel. Kaum wach, schlaf ich auch schon wieder ein. Ich fühl mich echt mies!

Wir verlassen das Schiff nur kurz um Gewürze, Muskatnuss, Rum und ein paar Kleinigkeiten zu kaufen. Danach fühle ich mich schon wieder angestrengt und schlafe gleich wieder ein.

Schade, dass ich die Insel nicht sehen konnte. Ich tröste mich, dass ich schon viel Regenwald gesehen habe….

Richtig Appetit habe ich heute auch nicht, ich bleib also beim Tee!



31.12.2012 Isla Margarita (El Guamache)

Heute geht es mir besser. Gott sei Dank! Schliesslich ist heute Silvester.

Der Hafen von El Guamache sieht nicht sehr einladend aus. Aus Sicherheitsgründen habe ich mich auch hier entschlossen, einen AIDA Ausflug zu machen (Jeep & Strand). Wieder werden wir auf Jeeps verteilt und Jose, unser Guide, erklärt uns stolz die Umgebung. Nach ca. 30 Minuten erreichen wir unser 1. Ziel. Wir steigen in kleine Boote um und werden durch die Mangroven gefahren. Hier sehen wir Pelikane, einen Adler, Seesterne und große Krebse mit blauen Scheren.

Nach der Fahrt versorgt uns Jose erst mal mit Getränken. Hier in Südamerika gibt es keinen Rumpunsch mehr, sondern Cola mit Rum! Wir sehen noch einen Leguan und eine überdimensional grosse Heuschrecke, bevor wir uns auf den Weg zum Strand machen.

Die Landschaft hier ist ziemlich karg und es gibt sehr viele Kakteen. Am Strand angekommen zeigt uns Jose unseren Tisch, an dem wir später unser Mittagessen einnehmen werden. Väterlich versorgt er uns mit Cola/Rum und schickt uns auf Entdeckungsreise an den Strand. Er würde winken, wenn es Zeit zum Essen ist.

Ich muss noch erwähnen, dass man uns diesmal einen AIDA Scout mitgeschickt hat und zur Verstärkung eine Dame vom Theater. Leider hab ich den Scout gar nicht bemerkt, die Dame von Theater dagegen war sehr engagiert. Egal! Jose hat sich rührend um uns gekümmert, wer braucht da schon einen AIDA Scout?

Nach dem Mittagessen (Fisch oder Huhn, Salat und Reis) mit einigen Bieren und Rum Cola ging die Fahrt in einen Nationalpark. Hier machten wir eine kleine Wanderung durch einen Kakteen Wald. Die Guides erklärten uns alles ganz genau und die Sonne schien gnadenlos vom Himmel.
Zurück bei den Autos wartete schon unser treuer Jose mit Drinks auf uns! So eine liebe gute Seele! Er und die beiden Guides sangen uns noch ein paar Lieder, begleitet von einer venezolanischen Gitarre und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg zum Schiff.

Nach dem Essen im „Weite-Welt-Restaurant“ (es gab heute zur Feier des Tages Kaviar, den ich eh nicht mag), haben wir es uns in einer kleinen Gruppe auf dem Pooldeck bequem gemacht. Bald startete auch schon die Party, die wirklich sehr gelungen war. Der Countdown wurde gezählt, die Schiffsglocke geläutet und der Kapitän hielt eine Rede. Mit einem Wiener Walzer tanzten wir ins neue Jahr. Als krönenden Abschluss konnten wir ein gigantisches Feuerwerk auf hoher See bewundern. Ein großes Kompliment, das war wirklich gelungen und die Gänsehaut war garantiert! Das hat wohl keinen kalt gelassen.



01.01.2013 Bonaire (Kralendijk)

Heute Morgen erreichen wir die erste der ABC Inseln. Alex holt mich aus dem Bett, wir fahren gerade an den Salinen vorbei.

Für heute haben wir keinen bestimmten Plan. Eigentlich wollten wir mit dem Boot nach Klein Bonaire fahren aber shoppen wollten wir auch gehen. Also entscheiden wir uns, zusammen mit unseren Nachbarn, erst mal für’s shoppen.
Die Innenstadt ist gleich abgeklappert, ebenso die Geschäfte. Viele haben sowieso geschlossen, heute ist Feiertag.

Zum Mittagessen gehen wir zurück auf’s Schiff und entspannen auf dem Pooldeck. Nach Klein Bonaire, das in Sichtweite ist, wollen wir heute doch nicht mehr. Dort ist kein Schatten und auch sonst nichts ausser Sand, Sonne und Meer. Davon haben wir schon so viel gesehen.
Irgendwas muss man ja übrig lassen, damit man einen Grund zur Rückkehr hat.



02.01.2013 Curacao (Willemstad)

Der Name der Insel verspricht schon einen schönen Tag und auch der Hafen von Willemstad mit seinen hübschen, bunten Häusern wirkt einladend.

Wir treffen Uwe, der von Deutschland ausgewandert ist, zu unserer Inseltour. Uwe erklärt uns verschiedene Gebäude und bald erreichen wir eine Straussenfarm. Da wir so zeitig dran sind, sind wir die ersten und haben den Guide und den Unimog ganz für uns alleine. Die Fahrt durch die Farm ist sehr interessant und wir dürfen die Strausse auch füttern. Ein lustiges Gefühl, wenn sie mit ihren behaarten Hälsen die Arme streifen und heftig picken. Da so ein Strauss 200 kg wiegt und mit diesem Gewicht auch seine Eier bebrütet, können wir uns problemlos auf ein Ei stellen. Ich trau dem Frieden nicht, stell mich aber trotzdem drauf und – siehe da – es bricht nicht.

Ein weiterer Halt ist Fort Nassau, hier geniessen wir die Aussicht, bevor wir weiter zur Curacao Fabrik fahren. Der Likör aus der Bitterorange hat nichts mit dem Blue Curacao zu tun. Interessant zu sehen, wie die Flaschen zwar maschinell befüllt werden, aber später von Hand nach befüllt, verschlossen und verpackt werden.

Uwe fährt uns weiter über die Insel und immer wieder hält er an, damit wir die Aussicht geniessen können und Bilder von diesem unverschämt blauen Meer machen können. Fast unwirklich wirken die Farbtöne von türkis und blau. Auch im Nationalpark halten wir an und bestaunen die Höhle, in der das Meerwasser nur so tost.

Wir halten an einem schönen, mit Palmen bepflanzten Strand, um dort etwas zu essen und zu trinken. Dann machen wir uns schon wieder auf den Rückweg. Uwe lässt uns in der Stadt raus, damit wir auch diese noch erkunden können.

Da wir heute erst um 22:00 ablegen, verlassen wir das Schiff nach dem Abendessen nochmal um uns ein paar Drinks in der Bar an der Hafenpromenade zu genehmigen.



03.01.2013 Aruba (Oranjestad)

Für heute haben wir einen Strand Buggy gemietet und wir sind sehr gespannt. Wir verlassen das Schiff, können aber leider niemanden sehen, der auf uns wartet. Nach einiger Wartezeit gehe ich zurück auf das Schiff um die Telefonnummer der Agentur zu holen, bei der wir gebucht haben. Die nette Dame von der Hafeninformation ruft dort an und nach einem Rückruf erfahren wir, dass man uns gleich abholen wird. Es gab Probleme.

Dann kommt auch schon Edmund mit dem Jeep und bringt uns zur nahe gelegenen Agentur. Wir regeln alles Finanzielle und füllen Papiere aus. Der Rest der Gruppe wartet schon auf uns auf ihren Quads. Die anderen Gäste sind aus Venezuela und das junge, asiatische Paar kommt aus den USA. Der Buggy sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus. Uralt und alles hängt weg, bzw. wurde notdürftig mit Klebeband befestigt. Helme gibt es nur in XL und auch die sind uralt und ziemlich dreckig und ekelig. Was soll’s. Ich setz mir so einen Topf auf, den man gar nicht richtig schliessen kann. Bei dem geringsten Windstoss verliere ich den sicher, an einen Sturz will ich mal gar nicht denken. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass auch der Sicherheitsgurt nicht mehr funktionsfähig ist. Auf der Fahrt stellt Alex fest, dass die Bremsen sehr spät reagieren. Unterwegs streikt das Quad der Amerikaner immer wieder mal. Endlich kommen wir an einem Aussichtspunkt an, an dem das Meer mit voller Wucht gegen die Felsen kracht und man ordentlich mit Wasser eingestaubt wird. Wir schalten den Motor des Buggys ab, da wir abschüssig stehen und es keine Handbremse gibt. Die Motoren der Quads laufen weiter – aus gutem Grund. Unser Gefährt mag nämlich nicht mehr anspringen. Edmund schiebt uns mit seinem Quad den Hügel hinunter und siehe da, wir rollen wieder. Nun soll es in den Arikok Nationalpark gehen und die Strasse wird, lt. Edmund, „very rough“!

Edmund sollte Recht behalten. Es geht über Stock und über Stein durch eine Geröllwüste, steil bergab. Man kann schon das Meer sehen, die Aussicht ist phantastisch! Ganz wohl ist mir bei der Fahrt nicht. Mein Vertrauen in unser Gefährt ist nicht grenzenlos. Aber ich geniesse die Fahrt trotzdem.

Unten angekommen haben wir Gelegenheit im „natural Pool“ zu baden. Das Meer hat zwischen den Felsen einen Pool geschaffen, in dem man gefahrenlos baden kann. Ansonsten wäre das nicht möglich. Das Meer ist viel zu rau hier. Wir machen nur einen Spaziergang, da wir keine Badesachen dabei haben.

Nun geht es an den Rückweg! Alle sitzen, es geht los! Die Venezolaner sind schon vorgefahren. Aber das Quad der Amerikaner streikt. Edmund versucht es wieder in Gang zu bringen. Vergeblich. Langsam wirkt er verzweifelt und kramt gerade sein Telefon raus. Da, plötzlich, das Teil springt an und wir machen uns bergauf auf den Rückweg. Wirklich „very rough“ und ich muss mich ordentlich festhalten.

Endlich haben wir wieder eine normale Strasse erreicht, als Edmunds Quad streikt. Er bekommt das Ding aber wieder an. Die Freude währt allerdings nicht lange, schon bald steht er wieder. Diesmal für immer, denn bei dem Versuch das Quad zu starten, reisst auch noch der Griff des Starters ab! Die Männer montieren kurzerhand ein Kabel von einem Zaun ab und binden unserem Buggy das Quad hinten dran. Wir sollen Edmund abschleppen. War ja klar, dass das nicht lange gut ging. Schon nach 50 Metern hatten wir Edmund verloren. Da die Gruppe aus Venezuela ein kleines Kind dabei hat, wird dies kurzerhand zwischen 2 Leute gesetzt und so gibt es hinter dem jungen Mann einen freien Platz, den nun Edmund einnimmt. Der Rückweg verläuft nun ohne weitere Zwischenfälle. Wenn das kein Abenteuer war? Wir haben es alle mit Humor genommen!

Heute Abend ist „Alpenglühn Party“ angesagt. Es ist sehr befremdlich, in der Karibik bei einem lauen Lüftchen Schlager, Volksmusik und auch noch „Skifoarn“ zu lauschen. Dazu gab es Brezn, Speck- und Schmalzbrot. Das Ganze war so abgefahren, dass wir es fast schon wieder gut fanden. Jedenfalls haben wir uns amüsiert.



04.01.2013 Seetag

Langsam endet unsere Reise und wir haben Zeit, uns auszuruhen und unsere Erlebnisse zu verarbeiten. Wir finden freie Liegen für den Vormittag und verbringen den Nachmittag auf der Kabine und auf dem Balkon.

Gegen 17:00 ist auch schon Kofferpacken angesagt. Es fällt sehr schwer…..




05.01.2013 Dominikanische Republik (La Romana)

Der letzte Tag beginnt und wir sind schon morgens um 7:00 beim Frühstück. Da wir die Kabine schon um 9:00 räumen müssen aber erst um 18:00 fliegen, haben wir nochmal einen AIDA Ausflug gebucht: Bootssafari zur Insel La Saona.

Wir fahren an Bilderbuch Stränden vorbei. Weisser Sand, gesäumt von Palmen und menschenleer. Die Crew versorgt uns mit Cola-Rum und so macht uns auch der kurze Regenschauer nichts aus.

Wir halten im Naturpark und baden im hüfthohen, türkisblauen Wasser. Der Guide holt riesige, rote Seesterne aus dem Meer und legt sie uns in die Hände. Wir staunen und geniessen die paradiesische Umgebung. Nach einer kurzen Fahrt durch die Mangroven erreichen wir dann auch endlich La Saona.

Liegestühle aus Holz stehen unter schattigen Palmen, ein endloser Strand zieht sich die Küste entlang und überall stehen Palmen. Wow, was für ein Anblick!

Ich kaufe eine Kokosnuss und lasse mir das Kokoswasser mit Rum auffüllen – Coco Loco! Ab damit in den Liegestuhl und faul auf das Meer schauen. Ein Traum! In ein paar Stunden soll ich schon wieder zu Hause sein? Lieber nicht dran denken.

Im Schatten bekommen wir noch ein Mittagessen serviert, das – wie immer – aus Huhn, Salat, Nudeln und Reis besteht. Noch ein Nickerchen und wir werden zurück zum Hafen gebracht.

Schnell auf das Schiff zurück, das Handgepäck holen und wintertauglich umziehen. Notdürftig waschen wir uns das Salzwasser auf der Toilette von Armen und Beinen. Dann sitzen wir auch schon im Bus und werden zum Flughafen gebracht. Wir treffen Mitreisende wieder und verabschieden uns. Es war eine tolle Zeit! Unsere Maschine startet pünktlich und mit dem Worten des Kapitäns „Ich bring sie jetzt nach Hause! IIIHAAAA! „ fliegen wir in die Nacht Richtung Heimat.

Mein AIDA-Fazit:

Das Schiff ist in einem sehr guten Zustand und sehr modern und geschmackvoll eingerichtet. Die Crew, Kellner, Barkeeper und sonstige Mitarbeiter waren zu jeder Zeit freundlich und bemüht.

Ich habe mich niemals durch Animation gestört gefühlt, man kann sich immer zurück ziehen. Das Schiff bietet wirklich sehr viele Möglichkeiten.

Das Essen in Buffetform wird doch schnell langweilig und wiederholt sich. Es ist nicht wirklich schlecht. Die Qualität stimmt meistens. Allerdings ist es auch keine Offenbarung und nach manchen Schmankerln muss man regelrecht suchen (Maracuja und andere Früchte ausser Ananas, Melone, Apfel und Banane, Lachs zum Frühstück). Ich habe ein bißchen die Raffinesse der Zubereitung und Abwechslung vermisst.

Das Silvesterbuffet war – bis auf den Kaviar und Carpaccio – ein Buffet wie jedes andere. Die Salate waren ständig die gleichen.

Auch das Frühstücksangebot war nicht wirklich ein Kracher.

Den inbegriffenen Tischwein fand ich nur grauenvoll. Einmal hab ich den Rotwein probiert und könnte schwören, dass er korkt. Nur wie kann Wein aus dem Container korken? Ich will gar nicht wissen, was da so alles zusammen geschüttet wurde. Der Weisswein ist für ein paar Schlucke zum Essen akzeptabel.

Aber wer fliegt schon wegen dem Essen in die Karibik?

Alles in allem waren wir jedoch zufrieden und wir hatten eine tolle Zeit, die wir sehr genossen haben!
11.1.13 13:00


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Der Orient - Traum oder Albtraum aus 1001 Nacht?

Im letzten Jahr machten wir einen kurzen Stop-Over in Dubai und waren, allerdings erst auf den 2. Blick, recht angetan. Die Stadt ist sauber, die Menschen freundlich und es ist sehr sicher dort.

Deshalb haben wir uns damals auch entschlossen, irgendwann mal wieder wieder zu kommen. Das ging nun schneller als gedacht. Am 13.01.2011 sind wir zu einer 10-tägigen Reise in die Emirate aufgebrochen.


13.01.2011
Der Flug ab München war angenehm, wenn auch mit 1,5 Stunden verspätet und auch die Autovermietung, bei der wir reserviert haben, haben wir nach langem Suchen und einem Telefonat auch noch gefunden. Ab ins Auto und dann lagen noch ca. 55 Kilometer bis zum Hotel vor uns. Um 4 Uhr Ortszeit lagen wir dann endlich im Bett.

14.01.2011
Nach einem späten Frühstück fuhren wir in die Mall of Emirates. Zufälligerweise stand ich sofort vor einem Laden, den ich besuchen wollte. Wenn ich den gesucht hätte, hätte ich ihn wohl nicht so schnell gefunden. Wenn das kein Wink des Schicksals ist? Unter den Umständen musste ich die Handtasche natürlich unbedingt kaufen. Sie hat ja quasi schon auf mich gewartet
Auch eine neue Sonnenbrille (Alex hatte sich auf meine im Sommer gesetzt) hab ich erstanden.
Dann noch eine Runde über die Palm Jumeirah und Abendessen und bummeln in der Dubai Marina zwischen Wolkenkratzern.

15.01.2011
Heute wollen wir mal nach Abu Dhabi fahren. Unser Hotel lag praktischerweise schon auf dem Weg dorthin.
Manche finden Abu Dhabi schöner als Dubai, was ich so nicht bestätigen kann.
Unser Weg führte uns entlang der Corniche bis zur Halbinsel Breakwater und in die Marina Mall. Dort rein in den Aufzug und von oben bei einem Tässchen Kaffee den Blick über die Skyline geniessen.
Weiter zum Mega Hotel Emirates Palace, welches wir sogar besichtigen durften. Es ist das einzige 8-Sterne Hotel der Welt und die überspannende Kuppel ist größer als die vom Petersdom. Unfassbar, dieser Luxus!
Jetzt noch einen Abstecher in die City und dann zurück nach Dubai. Doch was ist das? Warum hupt da einer? Aha...ein Polizist auf dem Motorrad macht uns klar, anzuhalten. Wir kommen seinem Wunsch gleich nach, wissen aber nicht, warum er uns wohl anhält.
Ich frage, ob wir etwas falsch gemacht hätten. In einem furchtbaren Englisch meint er, wir hätten eine rote Ampel überfahren. Ok! Jetzt bloss keine Diskussion. Er sagt das und dann ist das so. Er sieht nicht aus, als ob er zu Spässen aufgelegt wäre und mit einer europäischen Frau schon gleich 3 x nicht. "Licence", murmelt der Polizist. Alex zückt seinen Führerschein. Er dreht und wendet ihn, kann offensichtlich mit dieser Scheckkarte nicht im geringsten was anfangen (wir hätten ihm auch die Krankenkassenkarte reichen können) und brummt abermals, jetzt schon sauer, "Licence"!! Da liegt doch noch was im Handschuhfach? Ja, die Autopapiere. Tatsächlich stellen diese den Herrn dann auch zufrieden. Er dampft damit ab und kommt kurze Zeit später wieder. Das eingzige, was ich verstehe, ist "Ticket". Naja, war ja klar! Ich willige ein und frage, ob es das nun war oder ob wir irgendwohin mitkommen sollen. Wieder nur brummen und "Ticket". Ich versteh nicht und bitte ihn, das zu wiederholen. Stattdessen macht er nur eine schnelle Armbewegung mit den Worten "GO"! Na gut....
Wir gehen noch in den Souk, essen gemütlich und besuchen auch noch die Formel 1 Rennstrecke auf Yas Island. Hier können wir auch einen Blick auf die schnellste Achterbahn der Welt werfen, die in "Ferrari World" ihre Runden dreht. Für einen Besuch bleibt keine Zeit mehr. Wir machen uns auf den Rückweg nach Dubai. Die Autobahn führt durch einen begrünten Korridor. Unglaublich, dieser Wasserverbrauch und diese Verschwendung!

16.01.2011
Heute Vormittag steht der Gold- und Gewürzsouk auf dem Programm. Da der Goldpreis überall auf der Welt gleich ist, verzichten wir auf den Kauf von Goldbarren. Da lohnt sich ein Schmuggel nicht wirklich.
Der Schmuck allerdings (auch mit Diamanten) ist geradezu lächerlich günstig. Trotzdem kauf ich nichts. Ich habe genug Schmuck, trage sowieso viel zu wenig davon und habe oberdrein immer Angst, den Schmuck zu verlieren (passiert ja leider auch oft genug). Ausserdem ist das Angebot so verwirrend gross, dass ich für einen Einkauf wohl Stunden brauchen würde.
Die nächste Station ist die Mall of Dubai. Absolut unglaublich, wie gross sie ist. Man braucht fast einen Kompass oder Navi, um sich hier zurecht zu finden. Da der Aufzug des Burj Khalifa mittlerweile in Betrieb ist (bei unserem 1. Besuch war er noch defekt) buchen wir uns gleich Tickets für Mittwoch. Wir schlendern um den künstlich angelegten See vor der Mall und essen dort gemütlich. Da ich gehört habe, dass man hier auch optische Brillen schnell und günstig bekommen kann, machen wir uns auf den Weg zu einem Optiker in der Mall. Gar nicht so einfach bei der Größe und dem Ladenangebot. Tatsächlich finden wir was wir suchen. Jeder sucht sich eine D&G Brille mit extra dünnen Gläsern aus (Alex' tönen sich auch noch automatisch) und dafür bezahlen wir soviel, wie in Deutschland für nicht mal eine Brille. Der Weg hat sich also gelohnt.
Wieder draussen bestaunen wir noch die gigantischen Wasserspiele. Hund sans scho, die Araber

17.01.2011
Heute ist der grosse Tag. Unsere Teestunde im Burj al Arab, welche ich ja im letzten Jahr doch glatt verschwitzt hatte. Ich hatte mich doch tatsächlich im Datum geirrt .
Da wir eine Reservierung haben, dürfen wir passieren und über die Brücke, die zum Hotel führt, fahren. Unser Wagen wird uns abgenommen und in eine Tiefgarage gefahren. Wir betreten das Hotel und dann ging alles so schnell, dass ich mich kaum umsehen konnte. Jemand lotst uns in den Fahrstuhl und schon stehen wir vor der Skybar. Von hier hat man einen einmaligen Blick über die Küste, die Palme und sogar "the Universe" kann ich in der Ferne ausmachen. Man serviert uns Champagner, Beeren mit Sahne, Lamm, Sanwiches, kleine Kuchen und süsse Brötchen. Dazu gibt es Tee und/oder Kaffee. Ich geniesse den Aufenthalt in vollen Zügen. Ein wirklich einmaliges Erlebnis.
Auf dem Rückweg haben wir dann Zeit, uns das Hotel in Ruhe anzusehen. Ich bin beeindruckt von der Architektur und die Einrichtung, der Stil und die Farben gefallen mir sehr gut. Ein echt tolles Haus

Wir besuchen noch den Madinat Souk, der 2 Hotels miteinander verbindet. Ganz im Las Vegas Stil aber sehr schön. Von hier hat man einen klasse Blick auf das Burj al Arab.
Dann erreicht mich noch ein Anruf der Autovermietung. Mittlerweile wurden sie wohl von der roten Ampel Aktion in Kenntnis gesetzt. Sie möchten die fällige Strafe, in Höhe von umgerechnet EUR 500,-, meiner Kreditkarte belasten und benötigen dazu mein Einverständnis. Hab ich eine andere Wahl? Ich stimme also zu und bin der Meinung, dass die Angelegenheit nunmehr vom Tisch ist.

18.01.2011
Heute ist wieder eine Tour geplant. Wir fahren in die Oasenstadt Al Ain, welche zu Abu Dhabi gehört und an den Oman grenzt.
Hier sind die Häuser schon deutlich ärmlicher und kann auch sowas wie Slums erkennen. Nach langem Durchfragen (die Wegweiser hier sind nicht wirklich hilfreich), finden wir den Eingang in die riesige Oase.
Wir bummeln noch durch die Markthallen, kaufen Datteln und machen uns auf den Weg zum Berg Jebel Hafeet. Hier kann man das Land gut überblicken. Hier gibt es ein Hotel, in dem wir rasten und essen, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen. Typisch wieder der begrünte Korridor, mitten in der Wüste.

19.01.2011
Wir machen uns abermals auf den Weg in die Dubai Mall, denn für heute haben wir Tickets um auf den Burj Khalifa, den höchsten Turm der Welt zu fahren. Die Aussicht hier auf 440 Meter ist schon gigantisch. Was für ein Bau. Wieder mal verschlägt einem die Gigantomanie die Sprache.
Wieder festen Boden unter den Füssen, essen wir in einem libanesischen Restaurant (seitdem sind wir Fans) und holen anschliessend unsere Brillen ab.
Nochmal ruft die Autovermietung an und teilt mir mit, dass die Polzei von Abu Dhabi das Fahrzeug nun beschlagnahmen will. Ich dachte eigentlich, dass mit der Zahlung der Strafe alles erledigt war. Man gibt mir die Nummer eines Mannes, der mich in dieser Sache beraten kann. Leider habe ich die Autopapiere nicht zur Hand und muss den Anruf verschieben.
Was für ein Glück, dass das Hotelmanangement heute Abend einen Empfang gibt. Dort werde ich meine Geschichte erzählen und auf Hilfe hoffen. Gerade noch kurz vor Ende der Veranstaltung kommen wir im Hotel an. Ich finde den General Manager (einen Schweden) und erzähle von unserem Problem. Sein Gesicht ist sorgenvoll und wird noch sorgenvoller als er hört, dass die Sache in Abu Dhabi passiert ist. Tatsächlich wird einem in einem solchen Fall das Auto sofort für 1 Monat abgenommen (nicht aber der Führerschein) und man kassiert 12 Punkte (max. 24). Er verweist mich an seinen arabischen Manager, der sich der Sache auch gleich annimmt. Er telefoniert, macht Kopien von Alex' Führerschein und Pass samt Visum und meint, damit wäre die Angelegenheit nun vom Tisch. Wir sind sehr erleichtert und können nun beruhigt schlafen gehen.

20.01.2011
Heute möchte auf die Ostseite fahren, in die Emirate Sharjah und Fujairah. Ich möchte die wilden Berglandschaften und Wadis (ausgetrocknete Flussläufe) erkunden. Gesagt, getan und los gehts!
Als wir schon fast vor der Stadt Dibba sind, die wieder an der Grenze zum Oman liegt, erhalte ich wieder einen Anruf. Wieder die Autovermietung! Ich muss SOFORT nach Abu Dhabi fahren und das Auto dort abgeben, sonst bekomme ich schlimme Schwierigkeiten mit der Polizei. Hä? Kann ich wirklich kein Englisch mehr? Ich dachte, alles ist ok. Das sag ich dem Mann auch, aber er verneint das. Die Polizei hat sich weder auf den Deal mit der sofortigen Zahlung der Strafe, noch mit den Kopien von Alex' Kopien einverstanden erklärt. Sie wollen das Auto und zwar gleich! Aber wir sind mitten in der Prärie in einer wunderschönen Berglandschaft, die ich überhaupt nicht mehr geniessen kann. Wir sind ewig von Abu Dhabi entfernt. Ich muss erst mal nachdenken und will später zurück rufen. Jetzt sitz ich da und hab keinen Plan. Was soll ich tun? Also ruf ich im Hotel an und erzähle wieder meine Geschichte. Ich bitte um Hilfe und man sagt mir einen baldigen Rückruf zu. Tatsächlich meldet sich das Hotel kurze Zeit später. Man kann mir noch nicht sagen, was ich nun tun soll. Verspricht aber, sich darum zu kümmern. Der Tag ist gelaufen und von der Landschaft krieg ich vor lauter Stress und telefonieren nicht mehr viel mit.
Auch später lautet die Anweisung, sofort nach Abu Dhabi und zwar bis spätestens 17:30. Die Polizei lässt sich auf nichts anderes ein. Also los! Was bleibt uns anderes übrig, als kreuz und quer auf dem schnellsten Weg nach Abu Dhabi zu fahren. Das Navi sagt allerdings, dass wir dort nicht vor 19 Uhr ankommen werden. Am nächsten Tag ist Freitag und somit auch unmöglich, das Auto abzugeben. Freitag ist Bettag und alles zu! Ich sage, dass wir das Auto am Samstag sowieso zurück geben, weil wir abreisen. Das müsste doch reichen. Nein! Tut es nicht! Man wird uns nicht ausreisen lassen! Na Mahlzeit!
Wieder ein Telefonat! Schliesslich einigt man sich, dass ich das Auto wie geplant am Samstag abgeben darf und die Autovermietung den Wagen dann am Sonntag nach Abu Dhabi bringt. Ob sie das Auto dann 15 oder 30 Tage dort behalten ist noch unklar. Natürlich muss ich für diese Zeit die Miete für das Auto zahlen. Wow, das wird teuer. Aber zum Glück geht es nur noch um Geld! Ich bin dem Engagement des Hotels und der Autovermietung sehr dankbar. Die haben tolle Arbeit geleistet.
Beängstigend, wie schnell man in so einem Land alle Rechte verliert und ausgeliefert ist. Es handelte sich schliesslich um eine rote Ampel und nicht um ein Kapitalverbrechen.
Aber wir sind eben doch im mittleren Osten und hier weht ein anderer Wind. Emirates welche beim Alkohol trinken erwischt werden, erhalten 100 Peitschenhiebe. Die Todesstrafe durch den Strang wird noch praktiziert ebenso wie Hände abhacken bei Diebstahl. Irgendwie sind sie doch nicht so westlich, wie sie sich geben und uns glauben machen. Mir wird das langsam unheimlich und Autofahren wird zur Horrorfahrt. Ständig die Angst, man macht (versehentlich) was falsch. Für unser Vergehen gibt es schliesslich auch keinerlei Beweise und Alex und Dad schwören, dass die Ampel NICHT rot war.
Auch im Umgang miteinander ist Vorsicht angesagt. Händchenhalten in der Öffentlichkeit ist erlaubt, weitere Berührungen oder Zärtlichkeiten nicht. Wie schnell umarmt und küsst man seinen Partner mal aus Reflex und spontan? Ich will mir gar nicht ausmalen, was dann passiert.
Hier noch ein Beispiel für den Wert des Lebens in den Emiraten:
Ein Sohn des regierenden Scheichs von Dubai hat sich über einen angestellten Pakistani geärgert. Er hat ihn in die Wüste gebracht, ist ihm mit dem Auto über die Hände gefahren und hat ihn hilflos dort liegen lassen. Seitdem steht der junge Mann unter Hausarrest und wird niemals regieren dürfen. Ich hab den Eindruck, die wissen vor lauter Geld schon nicht mehr wohin mit sich. Ich könnte noch viele Beispiele nennen. Von den total verschleierten Frauen will ich mal gar nicht reden. Selbstredend tun sie dies freiwillig
Nun gut. Nach dem Schreck hatten wir uns unser Abendessen in einem günstigen libanesischen Restaurant direkt an der Strasse im Emirat Sharjah redlich verdient.

21.01.2011
Was für ein Glück, dass wir noch im Besitz des Leihwagens sind. Heute wollen wir nochmal auf die Palme fahren und das Atlantis Hotel von innen besichtigen. Wir lösen Karten für die "Lost Chambers" und wandeln durch ein Labyrinth aus Aquarien. Alles ganz toll und amerikanisch gemacht. Auch die Farben und Einrichtung ist absolut nach meinem Geschmack.
Wir machen noch einen Abstecher in die Marina Mall und essen libanesisch in der Ibn Mattuta Mail. Auch diese ist toll gemacht und in verschiedene Länder aufgeteilt. Im chinesischen Teil ist das Interieur chinesisch und in der Mitte einer Halle steht in einem Wasserbecken mit Springbrunnen ein grosses Schiff. Weiter gibt es noch einen indischen, tunesischen, ägyptischen, andalusischen unc persischen Teil. Den Abend lassen wir mal wieder in der Bar ausklingen. Dort treffen wir mal wieder die beiden Emiratis im arabischen Gewand, die sich dort fast täglich mit Bier voll laufen lassen
. Ob sie keine Strafe fürchten? Wahrscheinlich setzen sie sich dann auch noch hinters Steuer...so eiin Verhalten kommt einem Selbstmord gleich.

22.01.2011
Heute ist Tag der Abreise. Die Rückgabe des Leihwagens verläuft problemlos und auch an der Passkontrolle werden wir nicht aufgehalten. Wir sind erleichtert.

Vorerst hab ich die Nase von arabischen Ländern erst mal voll und keine Pläne, ein weiteres Land in dieser Gegend in naher Zukunft zu bereisen.
Das hat erst mal gereicht, mit den (B)Aarabern!
27.1.11 16:43


Mein 6. Hochzeitstag - oder wie ich 40 Jahre alt wurde

02.06.2010
Am Nachmittag mache ich mich mit Alex und dem Wohnwagen auf den Weg nach Hopfen am See bei Füssen. Wir wollen dort ein paar Tage verbringen. Unter anderem unseren Hochzeitstag und meinen Geburtstag.
An der Ortseinfahrt Füssen fällt mir ein Konzertplakat auf - Haindling. Da würde ich gerne mal hingehen. Also mach ich Alex drauf aufmerksam, denn passender Weise ist das Konzert am 05.06. Mein Göttergatte jedoch zeigt kaum Regung und so belasse ich es eben erstmal dabei.
Als wir ankamen war es noch trocken und so konnten wir in aller Ruhe unser Wasser/Abwasser anschliessen und alles erledigen, was ein Camper eben so erledigen muss.
Später gingen wir ins Restaurant, das nur ein paar Schritte von uns entfernt war. Zum Glück! Denn mittlerweile hat es geregnet und ein Ende war nicht in Sicht. Den Rest des Abends haben wir gemütlich vor dem TV verbracht.

03.06.2010
Regen, immer noch (oder immer wieder) Regen. Kalt ist es auch noch! Nach dem Frühstück schlage ich vor, die Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein zu besuchen. Zwar kenne ich beide schon, aber bei dem Wetter ist es ganz sinnvoll, sich innen aufzuhalten. Also kaufen wir Karten und machen Führungen durch beide Schlösser. Nicht nur wegen dem Regen lassen wir uns mit der Kutsche zu den Schlössern fahren.
Am Nachmittag sind wir fertig und machen uns auf den Weg zurück zu unserem Campingplatz. Noch im Auto macht Alex mich auf unsere neuen Nachbarn aufmerksam. Ich nicke nur und schaue nach links in Richtung des Wohnmobils und bemerke eine Frau, die einen Fotoapparat in meine Richtung hält. Ich frag mich, warum mich eine wildfremde Frau fotografieren will und bin verwundert. Ich guck die beiden an und versteh die Welt nicht mehr. "Was wollen denn die hier?", bringe ich schliesslich raus. Die neuen Nachbarn sind unsere Freunde Daggi und Jürgen samt Wohnmobil. Lachend laufen alle auf mich zu und ich kämpfe mit den Freudentränen. Die Überraschung ist absolut gelungen. Wir verbringen den Abend gemeinsam beim Hax'n essen. Der Tisch und die Hax'n waren natürlich auch schon bestellt.

04.06.2010
Die letzten Wolken verziehen sich schnell und wir können sogar im Freien frühstücken. Ich möchte gerne nach Österreich an den Plansee fahren. Vorher wollen wir aber noch in die Sennerei um Käse zu kaufen. Wir kommen nicht weit, Alex hat den Geldbeutel vergessen. Wir fahren also zurück. Wir stehen kurz vor der Einfahrt zum Campingplatz, aber Alex macht eine Anstalten, ganz rein zu fahren. Ich schau aus dem Fenster und sehe eine Frau mit langen blonden Haaren auf unser Auto zulaufen. Sie kommt näher und näher. Sie steht fast vor der Autoscheibe und jetzt endlich erkenne ich sie! Es ist meine Freundin Sandra. Auch sie ist extra hierher gereist und auch davon hatte ich keinen blassen Schimmer. Mein Augenmake-up löst sich zum 2. Mal auf und ich bin, was sehr selten ist, sprachlos! Wir machen uns also gemeinsam auf nach Füssen um in der Stadt bummeln zu gehen und danach kaufen wir Käse, den wir dann im Anschluss am Platz essen wollen. Vom Plansee spricht keiner mehr. Wir verputzen die guten Käse und sitzen in der Sonne. Was für ein schöner und fauler Nachmittag mit Blick auf ein grandioses Panorama. Ruhe, Frieden....so kann es jetzt bleiben. Doch was ist jetzt? Wer fasst mich von hinten an und biegt mir den Kopf in den Nacken? Meine liebste Freundin Gaby steht hinter mir, soeben aus München angereist. Da meine Schminke sowieso schon gelitten hat, kommt es jetzt auf die 3. Tränenrunde auch nicht mehr an! Ich bin einfach nur überwältigt und fassungslos. Ihr Freund Christian ist natürlich auch mit dabei und kam 20 Minuten später. Ich bin ziemlich sicher, dass wir jetzt komplett sind und ich keine weiteren Überraschungen mehr "fürchten" muss.
Wir lassen uns ein gutes Abendessen schmecken und sitzen im Anschluss vor unserem Wohnwagen. Ich wundere mich wirklich, wie Alex soviel Wein, Sekt und Bier hat einpacken können, ohne dass ich auch nur irgendwas bemerkt hätte. Ich erfahre auch, dass die Planungen für die Aktion "Füssen" schon seit März laufen und sich alle Beteiligten oft schwer taten, sich nicht zu verplappern. Ständig hatten sie Angst, dass ich irgendwas merken könnte. Aber ich lebte wirklich im Tal der Ahnungslosen und hatte nicht mal den Hauch eines Verdachts.

05.06.2010
Heute ist unser 6. Hochzeitstag! Ein Grund zum feiern. Gemeinsam machen wir eine Schiffsfahrt auf dem Forggensee und lassen uns in der Sonne an Deck ein paar Flaschen Prosecco schmecken.
Am Nachmittag wollen wir relaxen und im See baden. So vergeht der Tag. Für Abend haben wir einen Tisch beim Italiener reserivert.
Unser Tisch ist auf der Terrasse mit Sicht auf den See, die Berge und die saftig grünen Wiesen! Die Sonne brennt und es gibt kaum Schatten. Das Essen schmeckt aber sehr gut und wir sind alle soweit zufrieden. Daggi schlägt vor, noch in einen Biergarten zu gehen. Klar, ich willige ein! Plötzlich ruft Alex der Bedienung zu "wir zahlen! Ich muss jetzt hier weg!" (er sass nämlich in der prallen Sonne). Ich bin schon erstaunt, da Sandra ihren vollen Teller noch vor sich hat. Die Bedienung hat wohl ihren Salatteller samt Entenbrust fallen lassen und so musste sie warten, bis sie eine neue Portion bekam. In der Zwischenzeit hatten wir gegessen und sie auch gleich noch mit durchgefüttert. Ich protestiere also, dass Sandra ja noch essen würde. Aber das scheint keinen so wirklich zu interessieren. Schwups sitzen wir schon im Auto. Ich vermisse Gaby, ihr Auto ist uns nicht gefolgt. Ob sie wohl den Weg kennt? Ich frag nach, ob Gaby auch wüsste wohin und was für ein Biergarten das denn sei? Ich hätte nämlich keinen gesehen in dieser Richtung. Man beruhigt mich, es sei alles in Ordnung.
Wir fahren auf den Parkplatz des Festspielhauses ein. Hier wurde früher das Musical Ludwig II gezeigt. Alle Parkplätze sind belegt. Ich sag zu Alex, dass hier wohl nichts frei sei. Schon wird die Tür mit den Worten geöffnet, ich solle aussteigen und in den Biergarten gehen. Nebenbei drückt Alex mir noch eine Karte in die Hand. Es hätte nur noch eine Karte für Hainding gegeben. Ich soll mich beeilen, das Konzert fängt gleich an. Widerwillig und total überrumpelt steig ich aus. "Aber will da nicht alleine hin", kann ich noch stammeln und bin immer noch perplex. "Musst auch nicht", ist Alex Antwort. "Wir haben alle Karten und kommen mit, steig wieder ein!" Mein Gott! Schon wieder so eine Überraschung! Wie oft war ich schon sprachlos in diesen Tagen? Wie oft musste ich schon mein Make-up nachbessern? Diesmal muss ich auch noch mit der versauten Hose ins Konzert, weil ich beim Essen gekleckert hab. Es bleibt keine Zeit mehr zum überlegen, wir sind spät dran und schaffen es gerade noch rechtzeitig in den Konzertsaal.
Mir gefällt das Konzert super gut und ich bin ganz gefesselt! WOW! Was für ein Geschenk, was für ein Aufwand, was für eine Überraschung! Alles nur für mich! Mein Mann und meine Freunde sind die BESTEN und mit Gold nicht zu bezahlen! Ich verdrücke wieder ein paar Tränen der Rührung. Jetzt weiss ich auch, warum Alex von meinem Vorschlag ins Haindling Konzert zu gehen nicht sonderlich angetan war.
Nach 23 Uhr ist das Konzert aus! Wir stehen auf der Terrasse und schauen rüber auf das beleuchtete Neuschwanstein. Eine Traumkulisse in einer sternenklarer Nacht. Wir machen uns auf den Rückweg zum Campingplatz. Schliesslich haben wir heute schon Sekt, Chips und Erdnüsse gekauft. Lange muss ich nicht mehr warten und es ist 0:00. Mein Geburstag! Alle gratulieren mir, wünschen mir das beste. Alle erheben das Glas auf mich und lassen mich hochleben!
Aber noch nicht genug! Jetzt bekomme ich auch noch Geschenke! Ich erfahre, dass mir meine Freundinnen gerne einen Mops geschenkt hätten, aber Alex war absolut dagegen. So packe ich einen unechten Mops aus, den mir Alex schenkt. Es folgt ein Päckchen mit den 6 fehlenden Nomination Elementen für mein 2. Armband. Dies ist nun auch komplett. Zwischendurch bekomme ich noch von allen Freunden ein Mops-T-Shirt, ein Mops-Windlicht und ein Mops-Bild. Ich bin überwältigt! Wieder streckt man mir einen Umschlag hin. Diesmal ein Geschenk unserer Campingfreunde. Ich finde eine Karte für die Therme samt Anwendungen und eine Karte für Paul Panzer. Langsam aber sicher verliere ich wieder die Fassung, ich muss schlucken und erst mal einen grossen Schluck Sekt nehmen. Alex zieht noch ein Päckchen hervor. Ich packe den wunderschönen Kraken mit Kette von Thomas Sabo aus! Mein Gott! Das Konto meines Mannes muss nun endgültig geplündert sein. Ich hab das Gefühl, mir wird alles zuviel. Ich habe keine Worte mehr und sitze geplättet da. Alle amüsieren sich über meine Sprachlosigkeit und freuen sich, dass ihnen ihre Überraschung so gut geglückt ist. Unter Tränen bedanke ich mich für alles und bin stolz, dass ich die besten Freunde habe, die man sich nur vorstellen kann. Meine Lieben sind einfach unbezahlbar und die Worte fehlen....
Jetzt endlich werde ich eingeweiht, wie die Planung vonstatten ging und wie oft alles kurz vorm Auffliegen war. Ich habe allerdings niemals Verdacht geschöpft und war immer und zu jeder Zeit ahnungslos. Ich dachte wirklich, dass Alex und ich alleine feiern werden.
Der Tag war anstrengend, die Aufregung war gross und so gehen wir nach ein paar Gläschen Sekt schlafen.

06.06.2010
Um 11 Uhr müssen wir den Platz geräumt haben. Deshalb bereite ich das Frühstück schon mal vor und gehe duschen.
Gegen 9:30 Uhr kommen Gaby und Christian, gefolgt von Sandra. Was hatten wir doch für tolle Tage!
Aber was ist das? Daggi kommt mit dem Tablett und Sektgläsern. Sie stellen mir eine Schachtel vor die Nase und singen mir ein Ständchen (auf das sie letzte Nacht aus Lärmschutzgründen verzichtet hatten). Nicht das auch noch! In der Schachtel ist eine Erdbeertorte. Und auch das hat seinen Grund. Seit ich denken kann, hat meine Mutter für mich Erdbeertorte gemacht, auf die ich die letzten Jahre leider verzichten musste. Nun haben meine Lieben dafür gesorgt, dass ich wieder eine Erdbeertorte bekomme. Bevor bei mir wieder alle Schleusen aufgehen, hab ich schon ein Messer in der Hand und schneide die Torte an.
Ich kann es kaum glauben, aber noch immer gibt es eine Überraschung für mich. Mir wird ein Gedicht über mich vorgetragen und dazu bekomme ich noch eine Karte für das Pippo Pollina Konzert. Wir Mädels werden uns einen netten gemeinsamen Abend machen.
Schliesslich packen wir noch zusammen und machen uns auf den Heimweg.
So wird man gerne 40 Jahre alt und alle Beteiligten haben mir einen wunderschönen runden Geburstag bereitet, den ich nie vergessen werde. Diese Tage bleiben mir ewig in Erinnerung. Noch heute muss ich erst alles gedanklich sortieren und verdauen.
Für Abend hatte ich einen Tisch im Biergarten reserviert um mit der Familie und ein paar lieben Menschen zu feiern.
Nochmals bin ich reich beschenkt worden:
- Karten für ein Draculadinner
- Besteck aus Norwegen
- Pralinen mit meinem Foto
- Karten für Dieter Thomas Kuhn
- Blumen
- Leonardo Kette
und, und, und....

Ich bin so reich beschenkt und überrascht worden, dass ich total überwältigt war! Ich danke allen von Herzen! Das war mein schönster Geburtstag. Ich bin so stolz, dass sich so tolle Menschen meine Freunde nennen darf. Das ist für mich das grösste Geschenk - unbezahlbar!
7.6.10 16:21


Schutzengel

Letzten Mittwoch hatte mein Mann einen schweren Unfall.

Er war mit dem Anhänger unterwegs und streift beim Überholen einen LKW. Danach saust er voll in die Leitplanke. Er weiss nicht mehr, wie es passiert ist und kann sich an nichts erinnern. Er hatte irre Glück, denn nach 10 Metern war die Leitplanke zu Ende...

Zum Glück ist ihm überhaupt nichts passiert. Ausser natürlich, dass er die letzten Tage noch unter Schock stand.

Wie es aussieht, sind Hänger und Auto wohl Totalschaden. Aber bis jetzt wurde noch nichts begutachtet.

Die Sache liegt bei der Staatsanwaltschaft und bei der Versicherung. Ich hoffe, alles geht noch gut aus (ist es ja eigentlich schon!)
6.4.10 15:47


Zurück aus dem Paradies

Über eine Wóche ist es her, dass wir wieder zu Hause sind. Nun möchte ich meine Eindrücke hier festhalten.

19.03.2010
Wir machen uns auf den Weg zum Münchner Flughafen. Der Flug nach Dubai ist angenehm und wir landen gegen 23 Uhr. Sofort werden wir empfangen und werden zum nahe gelegenen Hotel gebracht. Wir wohnen im Hilton Creek. Das Hotel sieht gut aus und wir sind vom Zimmer angenehm überrascht. Es gibt ein tolles Marmorbad mit einer grossen, begehbaren Dusche und die ganze Front ist verglast. Leider ist es dunkel und so kann ich vom Bett aus nur über ein Lichtermeer blicken.

20.03.2010
Ich wache auf, Alex zieht die Vorhänge weg und ich blicke über den Creek von Dubai. Was für ein Bild! Bevor wir nach dem Frühstück das Haus verlassen, sehen wir uns noch den Pool im 15. Stock auf der Dachterrasse an. Was für eine Aussicht!
Mit dem Taxi lassen wir uns in den Gold und Gewürz Souk fahren (Taxis sind in Dubai absolut günstig). Es gibt viele Goldläden dort aber ich bin nicht wirklich beeindruckt. Vielleicht liegt es daran, dass ich in Kairo auf dem Khan-El-Khalili war und diesen viel, viel größer und aufwendiger in Erinnerung habe. Dies war damals mein 1. Basar und meine erste Begegnung mit dem Orient. Möglich, dass ich mich deshalb so eindrucksvoll erinnere. Auch den Gewürzsouk fand ich sehr mager.
Vom Souk aus steigen wir in einen Hop-on-Hop-off Bus, wir haben ein 48-Stunden Ticket gekauft und fahren nun kreuz und quer durch die Stadt.
Vorbei am Burj Al Arab, in dem ich ja die Teestunde gebucht hatte, wie ich dachte, für Sonntag!
Auch über die Palme bis zum Hotel Atlantis fahren wir. Es ist unvorstellbar, dass dort an derzeit 30 Hotels gebaut wird. Einfach ein Wahnsinn!
Wir besuchen die Mall of Emirates und die Dubai Mall und staunen über den Reichtum, Luxus und das Aquarium, Ski- und Eishalle, welche in den Malls beherbergt sind. Einfach verrückt...
Natürlich sehen wir auch den Burj Kalifa. Wahnsinn, die Höhe lässt wirklich schwindeln. Leider ist der Aufzug noch immer defekt, sonst wären wir sicher hinauf gefahren.
Ich beobachte Araberinnen, die mit ihren Männern auf Shoppingtour sind. Fast alle tragen den schwarzen Umhang, manchen haben das Gesicht frei, machen frisieren sogar noch den Pony nach aussen, andere gucken nur durch einen Schlitz und wieder andere sind komplett verhängt, so dass ich nicht weiss, wo vorne und hinten ist. Ich frage mich, ob die Damen das tatsächlich freiwillig machen?!
Unter ihren Umhängen blitzen Rocksäume vor und auch High Heels kann ich sehen. Man sieht unter dem Schleier, die aufwendig gesteckten Frisuren und ich möchte gerne mehr davon sehen. Neugierig schaue ich den Frauen ins Gesicht und sehe in einige märchenhaft schöne Gesichter.
Ich beobachte teuere Autos, die vor der Mall halten und aus den Gruppen von gestylten und perfekt geschminkten jungen Frauen aussteigen um sich sichtlich gut gelaunt in einen Kaufrausch zu begeben.
Abends schaue ich in meine Unterlagen und stelle fest, dass die Teestunde HEUTE gewesen wäre. Ich hab die Reservierung tatsächlich platzen lassen. Schnell renne ich an die Repeztion und bitte, im Burj Al Arab anzurufen und nachzufragen, ob ich morgen kommen könnte. Leider ist erst am Donnerstag wieder ein Tisch frei und so bin ich erst mal froh, dass zumindest meine Kreditkarte nicht belastet wurde. Ich könnte mich wohin beissen, vor lauter Ärger....! Alex hat mich noch darauf aufmerksam gemacht, aber ich war soooo sicher, dass ich für Sonntag und nicht für Samstag gebucht hatte. Naja....das wars dann.
Wir essen im Hotel und lassen den Abend an der Bar ausklingen. Wir wissen nicht, was für von Dubai halten sollen. Gefällt es uns hier oder nicht?! Wir haben keine Antwort.

20.03.2010
Wir laufen am Creek entlang und nehmen an einer 1-stündigen Bootsfahrt teil. Die Sonne brennt gnadenlos auf das Deck und ich habe keine Sonnencreme dabei!
Später besteigen wir wieder den Bus und lassen uns durch den Rest der Stadt fahren, den wir noch nicht gesehen hatten. Wir steigen an der Wafi Mall aus. Auch hier wieder Luxus, alles klimatisiert und blitz sauber. Langsam weiss ich, woran mich das alles hier erinnert. Amerika! Ja, es ist das arabische Amerika! Selbst die Toilettenschüsseln sind amerikanisch und sogar die Bushaltestellen sind klimatisiert! Kein Mensch geht hier zu Fuss, es gibt alles günstig, was das Leben angenehm und bequem macht, die Malls, die Parks und Vergnügungen. Es muss Amerika sein und ich wage sogar einen Vergleich mit Las Vegas. Ok, es gibt hier nicht soviel Glamour aber viele Möglichkeiten des Entertainments, von denen eines gut und gerne einen Tag in Anspruch nimmt.
Wir kehren zum Hotel zurück und lassen uns später mit dem Taxi zum Madinat Souk fahren. Hier erlebe ich Vegas pur! 2 Hotels in einem Resort vereint. Verbunden durch Kanäle auf denen Boote fahren. Venedig lässt grüssen. Alles angelegt und unecht. Nichts ist gewachsen oder zufällig. Ich staune nicht zum ersten Mal über das üppige Grün und mache mir Gedanken über den Wasserverbauch von 1 Milliarde Liter pro Tag. Mir wird schwindelig....! Natürlich fahren wir mit dem Boot und von hier aus hat man einen grandiosen Blick zum Burj Al Arab. Selbstverständlich gibt es hier auch Einkaufsmöglichkeiten. Man hat einen Altstadt Souk nachgebaut, durch den wir jetzt schlendern und für Alex einige Klamotten kaufen.
Das Ufer ist gesäumt von Bars und Restaurants und in einem davon essen wir zu Abend. In unsere Nähe setzt sich eine arabische Familie. Die Frau bis auf einen Augenschlitz verschleiert. Ich bin gespannt, wie sie essen wird. Ich muss nicht lange warten.....sie isst mit den Händen und schiebt das Essen unter den Schleier. Wieder einmal bin ich verwirrt und entsetzt. Ich möchte mich zu ihr setzen und sie fragen, ob sie das freiwillig macht oder ob sie gezwungen wird. Das Bild geht mir lange nicht aus dem Kopf!
Wir fahren zurück zum Hotel, packen unsere Sachen und gehen ins Bett. Morgen früh werden wir abgeholt und ich bin schon sehr aufgeregt!
Unser Fazit am Ende! Dubai ist sehenswert und ein tolles Reiseziel. Die Stadt ist sauber, sicher, es gibt tolle Strände und super Wetter und jede Menge zu erleben. Irgendwann kommen wir sicher wieder einmal vorbei!

22.03.2010
Es geht los! Früh mogens werden wir abeholt, fahren zum Flughafen und checken ein. Der Flug ist angenehm und beim Landeanflug kann ich schon die Atolle von oben bestaunen. Die Spannung steigt.
Auf Male werden wir gleich von einem Hotelangestellten begrüßt und in eine klimatisierte Lounge gebracht. Dort bekommen wir gekühlte Tücher und kalte Getränke und warten, dass unser Wassertaxi bereit ist.
Nach 20 Minuten geht es los! Cool, so ein Wasserflugzeug, wir sitzen gleich hinter dem Cockpit und ich kann alles genau sehen. Die Piloten sind barfuss. Wir sehen viele kleine Inselchen und halten unterwegs um ein paar Leute auf einer anderen Urlaubsinsel rauszulassen. Noch 10 Minuten Flug und wir sind auf unserer Insel angekommen. Wir landen mitten im Ozean und werden von einem Boot abgeholt und auf die Insel gebracht. Man empfängt uns und wir bekommen gleich einen Cocktail gereicht, bevor man uns in unsere Villa bringt.
Der Butler öffnet die Tür und zeigt uns unser Heim für die nächste Woche! Ein grosses Bett in der Mitte mit Blick auf den Ozean, 2 getrennte Waschbecken, Flatscreen, Wifi, Kaffeemaschine mit Kapseln, gefüllte Mini-Bar, die Whirpoolbadewanne, Dusche und Toilette sind im Freien. Es steht eine Badetasche und Flip-Flops bereit, es gibt eine Terrasse über dem Meer mit 2 Liegen und 1 Hängematte, 2 Stühle, Tisch, einen eigenen Eingang in die Lagune mit Süsswasser Dusche. Alles ist perfekt und wir sind begeistert. Nachdem wir ausgepackt haben, gehen wir erst mal Abendessen. Wir suchen uns einen Tisch am Strand mit Kerzenschein aus und geniessen den Abend.

23.03. 2010
Wir stehen bald auf, trinken gleich einen ersten Kaffee in der Villa und machen uns auf den Weg zum Frühstück. Ich bin aufgeregt und es gibt so viel zu tun und zu sehen. Wir reservieren einen Tisch im a la carte Restaurant, buchen uns eine balinesische Massage und tragen uns zum Sunset-Fishing ein. Nun hab ich es aber eilig. Ich will ALLES sehen und brenne darauf, die Unterwasserwelt zu sehen. Wir machen uns auf Erkundung der Insel und ich hole meine Schnorchelausrüstung ab. Ich habe Angst, dass mir eine Woche zuwenig ist um mich satt zu sehen. Wir setzen uns an einen Swimming Pool, nehmen einen Drink und schnell mache ich mich auf den Weg zu mienem 1. Schnorchelausflug. Die Einstiege sind gekennzeichnet und schnell bin ich am Riff. Die Kante fällt senkrecht, steil und tief ab. Mir stockt der Atem und ich überlege, ob ich wirklich einen Tauchgang machen soll. Die letzten Male hatte ich immer Panikattacken....
Ich bin überwältigt von der bunten und üppigen Unterwasserwelt. Ich schwimme in einer bunten Fischsuppe und kann nicht genug kriegen. Das Wasser ist angenehm warm. Paradiesisch!
Am Nachmittag probieren wir unsere Whirlpool Badewanne aus und wir hatten dabei viel Spass

Wir brauchen keine Schuhe, denn überall ist Sand. Auf den Wegen, in Bars und Restaurants...alles voll Sand und sogar die Flip-Flops stören. Allerdings ist der Sand (wahrscheinlich bedingt durch die Korallen) nicht sehr fein sondern etwas grob. Auf Sansibar hatten wir wirklich Sand wie Puderzucker.

24.03. - 28.03.2010
Wir stehen täglich gegen 7 Uhr auf, damit wir möglichst viel vom Tag haben. Wir geniessen eine unglaublich tolle Massage im super eingerichteten Spa. Man begrüsst uns mit kalten Tüchern und einem Getränk. Wir liegen auf bequemen Betten und schauen durch einen Glasboden auf die bunten Fische. Die asiatischen Mädels walken uns derweil gut durch und wir sind danach absolut relaxt. Zum Abschluss serviert man uns noch gekühltes Obst.
Das Abendessen im a al carte Restaurant ist super romantisch. Wir haben einen einsamen Tisch direkt über dem Wasser. Hier weht eine leichte Brise, die die Temperaturen gut ertragen lässt. Heute gönnen wir uns mal 2 Flaschen Wein. Abends schauen wir meist der Fischfütterung am Steg zu. Jeden Abend kommen Rochen, Haie, Thunfische und andere kleine Fische und lassen sich den Fisch schmecken, der ihnen ins glasklare Wasser geworfen wird. Ein echtes Erlebnis. Es gibt auch mal Live-Musik in einer Bar aber wir waren nie dort. Wir sind meist früh ins Bett gegangen oder haben noch eine DVD angeschaut.
Wir fahren mit dem Boot hinaus um im Sonnenuntergang zu angeln. Tatsächlich fange ich auch einen Fisch, nachdem ich erst viele Male am Bogen hängen geblieben bin und mir die Fische x-Male einfach nur die Köder abgeknabbert haben. Versehentlich werfe ich nicht nur die Schnur ins Wasser, sondern die ganze Angel....! Alex gehl leer aus, aber ich habe immer hin einen Fisch gefangen.
Langsam habe ich alles gesehen und werde ruhiger, ich habe es jetzt nicht mehr eilig, etwas zu verpassen. Doch dann geschieht etwas seltsames.....ich kann es kaum glauben und traue es mir nicht auszusprechen....aber....ich habe mich satt gesehen. Der Blick über den ewig blauen Ozean wird tatsächlich Gewohnheit und der Anblick nutzt sich ab.
Auf den Tauchgang verzichte ich, weil ich mir den Stress ersparen will. Stattdessen buchen wir einen weiteren Ausflug und gehen auf Delphin Suche. Wir finden und sehen Delphine (leider keine Mantas und keine Walhaie) und steigen zum schnorcheln aus um zu einer schneeweissen Sandbank mitten im Ozean zu schnorcheln. Alles ist so hell, dass mir die Augen weh tun. Ein tolles Gefühl, mitten im Ozean auf einer Sandbank zu stehen. Auf dem Schnorchelausflug sehe ich auch Wasserschildkröten, die ich bis da noch nicht gesehen hatte.
Die Tage vergehen mit lesen und faulenzen und schnorcheln. Der Anblick nutzt sich immer mehr ab und langsam beschleicht uns so etwas ähnliches wie Langeweile. Wir sind froh, nur eine Woche gebucht zu haben und können es uns nicht vorstellen, noch eine weitere Woche zu bleiben. Das liegt auch an den vielen Familien, die mittlerweile mit Kindern angekommen sind. Ich mag Kinder wirklich gerne aber ich finde es nicht gut, dass Eltern ihre Kinder schreiend und kreischend durch das Restaurant rennen lassen. Mich überrascht es überhaupt, dass Leute hier mit Kindern herfahren. Ich bin fast 40 Jahre alt geworden um hier her zu kommen und ich bin der Meinung, dass es kindgerechtere (und günstigere) Ziele für Familien gibt. Sogar alleinerziehende Mütter hat es hierher verschlagen. Ich kann es kaum glauben...
Auch das Essen haben wir bald satt, denn es wiederholt sich doch ziemlich und ist, bis auf einen mediterranen Abend, sehr asienlastig.

29.03.2010
Wir werden um 5:30 Uhr geweckt, heute fliegen wir nach Hause. Die Sonne brennt gegen 6:30 Uhr schon sehr vom Himmel und bald sitzen wir wieder im Wasserflugzeug. Weiter nach Dubai, dort haben wir 3 Stunden Aufenthalt und sehen uns die beiden grossen Terminals mit 1001 Shopping Gelegenheit genauer an. Die Zeit verfliegt.....
Es ist soweit, wir sitzen im Flieger und stehen auf der Startbahn. Leider passiert nichts. Die Lüftung wird an und ausgeschaltet und irgendwann kommt die Durchsage: "technischer Defekt", wir mössen zurück ans Gate. Wir müssen nicht umsteigen, denn die Maschine kann repariert werden. Ich muss nicht sagen, dass es ein ziemlich dämliches Gefühl ist, mit einer Maschine abzuheben, die eben doch defekt war. Aber es ist ja alles gutgegangen und wir landen mit über 1 Stunde Verspätung in München.
Jetzt liegen noch 1,5 Stunden Fahrt vor uns und dann sind wir endlich, nach 20 Stunden Reise, wieder zu Hause!

Mit den Malediven habe ich mir einen Traum erfüllt und ich bereue es nicht. Das Ambiente und die Umgebung ist sicher einzigartig auf der Welt. Wo sonst, ist man mitten im Nirgendwo, umgeben vom Ozean.
Trotzdem bin ich überzeugt, dass es auch andere schöne Strände und Orte auf dieser Welt gibt, die es lohnt zu bereisen. Deshalb wird dies mein 1. und einziger Aufenthalt auf den Malediven gewesen sein. Es war traumhaft schön aber es reicht und ich habe gesehen, dass ich doch mehr Aktion und mehr Erlebnisse brauche. Deshalb weiss ich auch schon, wohin die nächste Fernreise geht: nämlich nach INDIEN
1.4.10 11:45


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