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Alles wird gut

Nachdem Dad sich reichlich Zeit gelassen hat mit der Entscheidung, welche Haushälterin es nun sein soll, sind die Würfel heute gefallen!

Wir haben eine Haushälterin und morgen werden "Nägel mit Köpfen" gemacht. Ich persönlich mag sie sehr gerne und ich habe das Gefühl, dass sie meine Mama geschickt hat.

Sie ist sehr einfühlsam, bietet mir Hilfe an - ich soll sie anrufen wenn es mir schlecht geht, sie macht mir Reiki Behandlungen, wenn mein Nacken streikt - und sie versteht die Trauer meines Dads ohne zu Drängen oder sich aufzudrängen. Ihre gemeinsamen Essen verliefen immer harmonisch - wie sie sagt - und Dad sei ein guter Zuhörer.

Einen Umzug in die freie Wohnung in unserem Haus hat sie nie ausgeschlossen und nachdem meine Schwester bald wieder in ihr Haus zieht, steht dem auch nichts im Wege.

Nun müssen sich vorallem die beiden langsam aneinander gewöhnen und sie muss sich bei uns "einleben" und uns kennenlernen. Deshalb nehmen wir sie am Sonntag auch gleich zum Familienessen mit. Da sind dann alle vertreten - von den Schwiegertöchtern/söhnen bis zum Enkel.

Alles wird gut und die Verzweiflung der letzten Tage weicht langsam der Zuversicht!

Danke, Mama!
4.10.06 19:52


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Loslassen

Ich weiss, dass meine Mama in all den Wochen hier bei mir war/ist. Ich hab sie gehört, gespürt und gerochen.

Natürlich war/ist das sehr tröstlich für mich und auch ein "Beweis" für ein Weiterleben nach dem Tod. Was ich früher geglaubt und gehofft habe, weiss ich heute.

Dennoch hatte ich das Gefühl, dass sie nicht gehen kann weil ich sie festhalte und weil sie mich nicht alleine lassen will.

Ich möchte meine Mama nicht in einer Zwischenwelt wissen, ohne Ruhe und Frieden. Also bin ich gestern spontan zum Friedhof gefahren, hab mich für ihre Hilfe bedankt und gesagt, sie solle nun ins Licht gehen. Wir schaffen das hier schon, sie solle sich keine Sorgen machen. Ich habe Ihr Kerzen angezündet...

Auch wenn sie nun auf dem Weg ist, den sie gehen muss so weiss ich doch: Sie passt auf mich auf, ist bei mir und wartet auf mich!

Zwar klingt es seltsam, aber ich fühl mich besser.
6.10.06 09:29


Wer kennt schon seine genaue Konfektionsgröße

Am vergangenen Samstag war es soweit.

Nachdem mir nichts, aber auch gar nichts mehr in meinem Kleiderschrank passt - und sogar die neueren Kleidungsstücke an mir hängen wie ein Sack - hab ich mich auf Shoppingtour begeben. Irgendwie hatte ich auch wirklich Lust, Geld auszugeben

Vor einer kleinen Boutique stand ein Ständer mit Hosen. Schöne Hosen, tolle Qualität und sie gefielen mir auch noch. Ich entschied mich, die graue anzuprobieren. Welche Größe werde ich wohl brauchen? In meiner Hoch-Zeit passte 46 gerade noch, die neueren Hosen hab ich in 44 gekauft...aber auch die scheinen mir etwas gross zu sein. "Naja", denk ich mir, "ich bin mal frech und nehm die 42 mit zur Anprobe". Gesagt, getan.

Ich war sehr überrascht, dass ich locker in die Hose reinkam. Als ich noch so staunend vorm Spiegel stehe, kommt auch schon die Verkäuferin. "Nein", meint sie, "die passt nicht richtig. Die müssen Sie in 40 nehmen!" Die Fragezeichen in meinem Gesicht wurden immer größer und ich sah die Dame ungläubig an. Den dazugehörigen Pullover in XL solle ich auch schnell wieder ausziehen, denn der sei viel zu groß! Ich bräuchte maximal ein L!

Ich verstand die Welt nicht mehr. Vor ein paar Monaten hab ich nach den grössten zu Verfügung stehenden Oberteilen geangelt und mein Leid zu verstecken und nun soll ich eine Hose in 40 mit Oberteil in max. L anziehen? Nein! Unmöglich!

Beim näheren Betrachten stellte ich aber doch fest wie toll es sich anfühlt, Kleider am Leib zu haben die auch passen. Kein zupfen zu hochziehen, kein Bund umkrempeln damit die Hose einigermassen dort bleibt wo sie hin gehört.

Mit dieser Erkenntnis sah ich mich doch noch mal genauer in dem Laden um und besserte meine Gardarobe weiter auf. Natürlich bin ich fündig geworden

Die passenden Klamotten hab ich dann auch gleich vorsichtshalber mal angelassen.
10.10.06 14:03


Schicksal

Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass die Wahl unserer Haushälterin gut und richtig war. Ich war überzeugt, dass Mama sie geschickt hat (dafür gab es genug Anhaltspunkte).

Was soll ich sagen? Es stimmt immer noch. Ich bin so unendlich dankbar. Nicht nur, dass sie für Papa sorgt und mit ihm ausgeht....nein....sie ist zu mir wie meine Mama. Sie grüßt mich mit den selben Worten (obwohl sie das nicht wisssen kann), sie winkt mir genauso aus dem Küchenfenster zu, sie setzt sich mit mir hin und wir reden einfach, wir verstehen uns, sie steht mir bei und, und, und....! Fast schon ist es unheimlich, wieviele Paralellen aus ihrem Leben es mit denen von meiner Mama gibt. Sie sind sich ähnlich und auch wieder nicht. Es tut gut, wenn sie mich wie meine Mama behandelt und auch wieder nicht ....das kann doch einfach kein Zufall sein?!

Papa hat sie über Silvester nach Karlsbad eingeladen und wir sie zu einem Familienwochenende in der Bayrischen Wald. Sie selbst ist auch überglücklich, eine Familie wie unsere gefunden zu haben. Sie fühlt sich wohl, sie ist glücklich und ich glaube, alles wird sich zum Guten wenden. Wenn auch der Weg noch lang sein wird und mir meine Mama trotzdem jede Minute an jedem Tag furchtbar fehlt.

Nach wie vor möchte ich mein altes Leben und meine Mama zurück haben. Ich hab Sehnsucht nach ihr, jeden Tag. Manchmal tut es mehr weh, manchmal weniger. Aber ich denke mir, ich bin nun schon ein gutes Stück des steinigen Weges gegangen und ich werde weiter gehen. Immer weiter....

Ich weiss, meine Mama hat mich unendlich geliebt und diese Liebe besteht noch immer. Deshalb hat sie uns auch Frau D. geschickt, um uns ein bißchen zu trösten und uns das Leben leichter zu machen.

Ach, Mama! Du fehlst.....
20.10.06 17:10


Messetage

Endlich geschafft. Seit Dienstag Abend war ich nun unterwegs.

Dienstag Abend Abendessen mit Geschäftsfreunden,.

Mittwoch den ganzen Tagen Messebesuch. Smalltalk mit Lieferanten und Geschäftsfreunden. Natürlich gab es auch ernste Gespräche und das eine oder andere Problem wollte beseitigt werden.

Unschön war immer die Frage nach meiner Mutter, von Menschen die noch nichts von ihrem Tod wussten. Nach unserer Antwort stand allen das Entsetzen und Unglauben im Gesicht geschrieben. Das waren immer schlimme Momente für uns alle. Wir können es doch selbst nicht fassen und es tut uns doch selbst so unendlich weh. Ihr Verlust wird uns jede Sekunde bewusst.

Mittwoch Abend Abendveranstaltung mit Essen. Es wurde spät.

Donnerstag wieder auf die Messe, das gleiche Programm. Nun kamen die Lieferanten dran, die wir am Vortag nicht geschafft hatten zu besuchen. Abends dann eine Einladung zu einer Party. Ich war entsetzt als ich sah, dass es eine Stehparty war! Als ob ich nicht schon genug gelaufen und gestanden hätte! Dazu laute, dröhende Musik und viel zu viele Menschen. Mir wäre eher der Sinn nach einem Essen im kleinen Kreis in einem netten Restaurant gestanden. Aber nun waren wir schon mal da und sind auch geblieben *gähn*

So, und nun bring ich noch die Wohnung auf Vordermann und dann "bums" auf die Couch und morgen wird erst mal ordentlich ausgeschlafen!
20.10.06 17:18


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