nociella

  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gedichte
  Rezepte
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Freunde
   
    sunny1011

    - mehr Freunde




  Links
   Nici
   Annika
   Mareike
   Ini
   Dawomagi
   Bianka
   Baer
   Kerstin
   Nicole
   Sonia
   Nina die Rote
   Schoki
   Blanka
   Heidy
   Bini



http://myblog.de/nociella

Gratis bloggen bei
myblog.de





Out of Africa

Wir sind zurück von einer wunderschönen, anstrengenden und abenteuerlichen Reise. Hier, was wir alles erlebt haben:

19.12.2009
Wir verlassen Nürnberg um 11:30 Uhr bei -12°C. Die Strassen sind nicht geräumt, Chaos herrscht auf der Autobahn. Ich fürchte, wir werden es nicht schaffen und bin besorgt, dass jeden Moment ein Fahrzeug von uns einen Unfall versacht und wir im Stau stehen müssen. Ich bin nervös und angespannt. Wir kommen jedoch mit nur 15 Minuten Vespätung in Hallbergmoos an.
Der Flug nach Doha hat 1 Stunde Verspätung. Anstatt um 22:45 landen wir erst um 0:00. Da lohnt sich das gebuchte Hotel fast gar nicht mehr.
Am Flughafen sind wir umgeben von vermummten Frauen und müssen bei einer dieser unfreundlichen Dame ein Visa für die Einreise kaufen.
Auch der Taxifahrer hat uns gleich beschissen. Für die kurze Fahrt zum Hotel zahlen wir 25,- anstatt 5,-. Egal, es ist spät, ich bin müde und habe keine Lust zu diskutieren.
Im Hotel angekommen trinke ich ein Bier, dusche und dann gehen wir schlafen. Um 6:00 fährt schon der Shuttle Bus zum Flughafen.

20.12.2009
Stress beim auschecken an der Rezeption. Ich soll das Zimmer zahlen, wofür ich doch eigentlich einen Voucher habe. Ich weigere mich strikt (so resolute Frauen ist der Araber wohl auch gar nicht gewohnt) und nach einigem hin und her lässt man uns gehen. Wir haben keinen guten Eindruck von den Arabern behalten und empfinden sie als sehr unfreundlich.
Der Flug nach Nairobi ist ok und angenehm. Wir kommen pünktlich an, jedoch ist niemand da, der uns abholt. Sowas stelle ich mir immer in meinen schlimmsten Träumen vor! Wir warten erst ein bißchen, gehen eine rauchen....aber nach wie vor niemand zu sehen. Ich versuche vergeblich alle Nummer anzurufen, die in meinen Unterlagen stehen. Ich komme nirgendwo durch. Schliesslich finden wir einen netten Mann einer Safari Agentur, der uns sofort zur Seite steht. Er beruhigt uns und meint, wir sind bei ihm sicher und er kümmere sich um alles. Auch er greift zum Telefon, erreicht aber nur Freunde des Inhabers der Agentur. Der Inhaber selbst weilt wohl in Europa. Wir verständigen uns darauf, dass wir ein Taxi zum Hotel nehmen und dann dort weiter sehen. Wie gut, dass der Hotelname in meinen Unterlagen steht. Der nette Mann checkt auch vorher noch die Reservierung im Hotel. Alles klar. Wir sind erleichtert.
Auch im Hotel ist man ratlos, warum uns niemand abgeholt hat. Wir gehen Mittagessen und treffen schliesslich den Manager der Agentur und unseren Fahrer. Es sind beide hochgewachsene Massai in westlichen Klamotten. Sie entschuldigen sich mehrmals, der Fahrer wurde zum falschen Flug geschickt und so haben wir uns verpasst. Egal, wir sind nun hier und alles ist gut.
Nach einem kurzen Schläfchen gehen wir nochmals ins Restaurant, weil ich wieder hunger haben. Aus Angst vor Magenkrankheiten gönnen wir uns auch noch einen Vodka und einen Brandy. Dann gehen wir schlafen.

21.12.2009
8:30 nach dem Frühstück fahren wir mit unserem Massai Fahrer (Jackson) los in Richtung Maji Moto. Wir sind freudig überrascht, dss wir das Auto für uns alleine haben. Wir passieren das Rift Valley und fahren in den Busch zu unserem Camp. Das Öko Camp Maji Moto wird von Massai bewirtschaftet und liegt idyllisch auf einer Anhöhe. Strom gibt es nicht aber fliessend warmes Wasser aus den heissen Quellen in der Nähe, Toilette und Dusche sind ebenfalls vorhanden. Die Massai warten nur auf uns und wir sind auch die einzigsten Gäste. Die Ruhe und Einsamkeit ist wunderschön. Völlig out of Africa, im Nirgendwo. Der Koch bereitet das Mittagessen, während wir im Schatten, mit Blick auf die Savanne, relaxen. Nachmittag führen uns die Massai in den Busch und zeigen uns Pflanzen und Wurzeln aus denen Medizin, Farbe oder Gift hergestellt werden. Wir sehen auch einen Clipspringer und 2 Did-Diks.
Zurück im Camp machen die Massai Feuer für uns an und bald darauf stand auch schon das Abendessen auf dem Tisch. Mit Gesprächen über Gott und die Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) und ein paar Bierchen klang der Tag aus. Unter einem überirdisch schönen Sternenhimmel machten wir uns auf den Weg zu unserem Zelt. Die Nacht war angenehm und recht kühl. Ab und zu waren die Schreie der Hyänen zu hören. Was für ein Erlebnis!

22.12.2009
Ich nahm eine Dusche in der warmen open-Air Buschdusche, dann stand auch schon das Frühstück auf dem Tisch. Pfannkuchen und frisches Obst. Ich muss schon staunen, welchen Komfort man uns hier mit wenigen Mitteln bietet. Dabei werden wir wie Freunde und nicht wie Touristen behandelt. Wir gehören einfach dazu.
Die Massai unterweisen Alex noch in der Kampfkunst und dann verabschieden wir uns auch schon. Jeder wird gedrückt und alle wünschen sich nur das beste.
Weiter ging es durch Massai Land, überall liegen ausgebleichte Skelette von toten Tieren.
Für 30,- Dollar pro Person besuchen wir eine Massai Siedlung. Das Geld wird für Essen verwendet in Zeiten, in denen Nahrung knapp wird. Eine gute Sache also, deshalb machen wir auch mit. Man tanzt für uns und wir sehen die Hütten von innen. Leider fühlen wir uns ein bißchen wie Melkkühe, denn ständig sollen wir weitere "Leistungen" zahlen. Ich weigere mich und bin irgendwann so sauer, dass ich mich umdrehe und gehe. Es bleibt ein schlechtes Gefühl zurück.
Weiter geht es durch den Busch. Wir sehen 1 Giraffe, Gazellen, Dik-Diks, Impalas und Massai Dörfer. Schliesslich kommen wir im nächsten Camp (Mara Camp) an. Die Zelte haben eine Toilette zum spülen, Waschbecken, Dusche (kein fliessendes Wasser) und 2 Betten. Sogar etwas Licht gibt es hier. Nach dem Mittagessen ruhen wir uns aus und um 15:00 haben wir unseren ersten Game Drive.
Der 1. Game Drive war sehr erfolgreich: 2 Löwen, Zebras, Giraffen, Hippos, Krokodil, Gazellen, Warzenschweine, Hyänen, Sekretär, Antilopen... Wir sind sehr zufrieden.
Vor dem Abendessen gab es am Lagerfeier Massaitänze und nach dem Essen gingen wir schlafen.

23.12.2009
5:30 aufstehen, Kaffee trinken und ab zum 1. Gamedrive. Kurz nach den Tor zur Massai Mara sehen wir zufällig einen Geparden. Er ist leider sehr scheu und verschwindet schnell im Busch. Wir können ihn noch mal kurz aufspüren, dann ist er weg.
Wir sehen heute: viele Löwen, 1 Elefant, Zebras, Griaffen und Gazellen.
Zurück im Camp gibt es erst mal Frühstück und dann relaxen wir bis zum Mittagessen. Auch danach ruhen wir uns noch bis zum nächsten Game Drive um 15:30 aus.
Nach langer Suche wurden wir endlich belohnt. Eine Geparding samt Baby liegt mitten in der Savane und frisst erlegte Beute. Wir beobachten wie 2 Schakale und 1 Hyäne auch einen Teil der Beute der Gepardin haben wollen. Es gab ein Gerangel, ein unvergessliches Schauspiel.
Auch eine Löwin mit einem erlegten Impala sehen wir. Allerdings wollte sie wohl nicht vor Publikum fessen.
Auf den Rückweg sehen wir 6 Geier am Boden in Reih und Glied sitzen. Da muss was sein! Tatsächlich, fast hätten wir die fressende Gepardin neben uns übersehen. Wir waren ganz nach dran. Was für ein Erlebnis.
Morgen wird ein harter Tag. Es ist ein langer Weg zur Grenze nach Tansania.

24.12.2009
Um 6:00 sitzen wir schon beim Frühstück und um 6:30 im Auto. Wir sehen noch 3 Löwen Jungs in der Morgensonne, dann geht es weiter über Pisten, Schotter, Bäche und Schlaglöcher. Nach 5 Stunden sind wir gut durchgeschüttelt und erreichen die Grenze. Die Formalitäten sind schnell erledigt, unser Gepäck bereits im neuen Auto und schon ist es Zeit Abschied von Jackson zu nehmen, mit dem wir eine ganz tolle Zeit hatten.
Unser neuer Fahrer heisst Ephrahim und sieht sehr sympathisch aus. Wieder haben wir das Auto für uns alleine. Nach weiteren 2 Stunden Fahrt über eine endlose Strasse, vobei an Dörfern erreichen wir unser neues Quartier am Viktoria See (Speke Bay Lodge). Heute sind wir etwas nachdenklich. Wir haben vom Auto aus viel Armut und Elend gesehen und sind betroffen. Wir denken, wie gut es uns doch geht und unsere Probleme werden winzigklein. Für uns ist es selbsverständlich Wasser und Strom zu haben, soviel wir wollen. Hier haben wir gelernt, dass das nicht selbstverständlich ist. Wir können unsere Gefühle schlecht in Worte fassen und sind den Tränen nahe.
Hier am Viktoria See haben wir wieder Strom (wenn auch nicht immer) und fliessendes Wasser. Die Zivilisation hat uns erst mal weider. Unser Bungalow steht direkt am Strand mit einem wunderschönen Blick.
Abends gibt es ein Candle-light Dinner und das Christkind bringt mir wunderschöne Ohrringe mit glitzernden Steinen. Wir sitzen noch draussen und trinken ein paar Bier bevor wir ins Bett gehen.
Was für ein friedvolles Weihnachtsfest. Ich bin froh, es in Zweisamkeit geniessen zu können und weit weg von zu Hause zu sein.

25.12.2009
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Kanu in ein benachbartes Fischerdorf. Unterwegs schauen wir den Männern zu, wie sie ihre grossen Fischernetze mit Gesang aus dem Wasser ziehen.
Wir sind angekommen. Beim Aussteigen wird uns etwas mulmig. Wir sollen durch das ganze Dorf geführt werden. Dort stehen Lehmhütten und überall ist Dreck und Armut. In der Mitte liegt ein grosser Haufen Schuhe aus Europa in dem die Menschen wühlen und die Schuhe anprobieren. Aber es kommt anders, als wir denken. Die Menschen sind freundlich, lächeln uns zu und bitten um nichts. Dreckige Kinder in zerrissenen Kleidern nehmen uns bei der Hand und wollen spielen. Die grossen Augen leuchten vor Freude. Ich bin hin und hergerissen. Wir fürchten Krankheiten aber ich kann den Augen und der Fröhlichkeit der Kinder nicht widerstehen. Wir lassen die Kinder gewähren und ich streichel ihnen über die Köpfe. Sie geniessen das sichtlich.
Zum Glück hat der Guide Bonbons für die Kinder dabei. Glücklich nimmt jedes eins und damit sind sie auch schon zufrieden. Das Schauspiel ist anrührend.
Um ein TV Gerät schart sich eine Menge Kinder, nebenan wird gekocht, genäht oder ein Huhn für Weihnachten gerupft. Wieder sind wir nachdenklich und betroffen von der Armut. Wir leben im Überfluss und diese Menschen haben nichts, aber sie sind immer freundlich zu uns.
Zurück in der Lodge essen wir noch einen Hamburger und dann geht es in die Serengeti.
Aus dem heutigen Game Drive wird nicht viel, denn es regnet und die Pisten werden zu Schlamm. Es geht kreuz und quer durch den Park bis wir irgendwann nach dem Ikoma Gate unser Camp (Ikoma Camp) erreichen. Wir haben fliessendes Wasser und Solarlicht. Strom gibt es nicht. Da es noch immer regnet sind die Wege zu unserem Zelt schlammig und wir waten zu unserem Zelt.
Das Restaurantzelt ist auch weit weg und so waten wir mit Taschenlampen gewaffnet durch den Regen und Dreck zum essen. Das Zelt ist stimmungsvoll und das BBQ gut. Später bringen uns Männer mit Pfeil und Bogen bewaffnet zurück zu unserem Zelt. Wir sind müde.

26.12.2009
Unser Game Drive beginnt nach dem Frühstück um 8:30. Mal wieder warten wir auf unseren Fahrer. Gleich am Anfang sehen wir 2 Geparden, wir haben Glück. Viel weiter kamen wir aber nicht mehr. Aus der Motorhaube qualmt es und das Kühlerwasser ist leer. Wie es aussieht, ist ein Schlauch lose und deshalb haben wir das Wasser verloren. Der Schaden kann schnell behoben werden. Wir müssen nur warten, bis der Motor abgekühlt ist und dann wieder Wasser nachfüllen.
Gut, dass Ephrahim genügend Wasserflaschen dabei hat. Während dieser kurzen Zeit verbrenne ich mir die Schultern. Ales Stirn und Nase sind ebenfalls knallrot. Es geht durch die Serengeti und wir sehen bereits für uns zur Gewohnheit gewordene Tiere:
Impala, Elefant, Gazellen, Giraffen, Schakale, Löwen, Affen, Topi, Elan, Antilopen, Dik-Dik...
Wir essen unsere Lunchbox in einer Picknic-Area. Danach geht es weiter über Schotter und durch Schlamm. Am Ende besuchen wir noch den Hippo Pool in der Abendsoone. Trotz Wolken ist es trocken geblieben. Auf dem Rückweg sehen wir noch ein paar gewaltige Krokodile, die sich sonnen.
Zurück im Camp sind die Pfade zu den Zelten abgetrocknet und es geht sich gleich besser. Wir duschen und essen wieder im Zelt-Restaurant. Heute ist es bedeutend wärmer. Die Männer mit Pfeil und Bogen bringen uns wieder zu unsrem abgelegenen Zelt.

27.12.
Wir verlassen das Camp nach dem Frühstück um 6:30. Es regnet wieder...
Unser heutiges Ziel ist der Ngorongoro Krater. Durch den Regen sehen wir kaum Tiere in der Serengeti, es wird verhangen und neblig. Wir verlassen die Serengeti und schauen in die Lunchbox die nicht sehr verlockend ist. Irgendwie hab ich keinen Hunger , versuche aber trotzdem den Reissalat, der seltsam schmeckt. Mein Magen fängt an zu zwicken, ich fühle mich schlecht. Wir fahren in die Conservation Area des Kraters. Die Landschaft ist endlos, die Straße führt immer geradeaus. Wieder Regen...hier ist alles grün und wir fahren höher und höher über Schotter und Dreckpisten. Viele 100 Kilometer Piste liegen hinter uns und wir sind der Strassen müde. Mir geht es nicht gut, mein Magen...
Alex ist gefrustet von den endlosen Autofahrten. Wir können nichts sehen, denn es regnet und ist neblig. Deshalb können wir uns heute auch den Blick in den Krater sparen und hoffen auf morgen.
Endlich erreichen wir die Rhino Lodge. Hier oben ist es bitterkalt und wir sind umgeben von Urwald. Es gibt fliessendes Wasser (sehr heiss aber braun) und Strom - aber natürlich nicht zu jeder Zeit! Ich bin müde, Alex hat Hunger. Wir gehen ins Restaurant in dem ein grosser Kamin steht. Wir ergattern neben einer Gruppe Deutscher ein Plätzche am Feuer. Erst mal einen Kamillentee für mich und einen Bacardi für uns beide.
Ich frage nach etwas zu essen, Sandwich o.ä. Man bietet mir Popcorn oder Erdnüsse an. Schliesslich entscheiden wir uns für Erdnüsse. Heute haben wir unseren absoluten Tiefpunkt. Die langen Autofahren, schlechte Strassen, der Regen....wir sind fix und fertig und träumen schon von Sansibar.
Plötzlich trägt der Kellner mit Essen beladene Teller an uns vorbei zu einer Gruppe. Wir schauen uns verwundert an und nochmals frage ich nach etwas zu essen. Diesmal bietet man Pommes Frites oder ein Sandwich an. Alex entscheidet sich für eine handvoll Pommes, ich bleibe beim Kamillentee. Ich bin müde. Wir gehen ins Zimmer und legen uns samt Klamotten ins Bett und schlafen ein. Nach 2 Stunden wachen wir auf. Ich ziehe eine Jogginghose und Strümpfe an, zum duschen ist mir viel zu kalt.
Wir gehen ins Restaurant, ich nehme nur Suppe und Kamillentee. Bald gehen wir wieder schlafen, denn um 5:30 müssen wir aufstehen. Draussen hören wir die Tiere schreien bevor wir einschlafen.

28.12.2009
Zum Glück regnet es nicht und die Sonne geht rot über den Bergen auf. Wir brechen auf in den Krater. Die Sicht ist klar aber der Nebel hängt über dem Krater wie in einer Schüssel. Es geht eine steile Piste abwärts. Mir geht es nicht besser und ich schlafe immer wieder ein. Ich habe mühe, wach zu bleiben. Die Nebel lichten sich und wir sehen einen Teil des Kratrs. Unten angekommen hat es aufgerissen und der Himmel wird blau. Sofort ist es wärmer. Wir sehen Flamingos und 5 Nashörner (ca. 25 leben noch im Krater). Die Strassen sind nur noch Schlamm und wie in der Serengeti quälen sich auch hier viel zu viele Autos durch. Ich fand die Massai Mara ruhiger und entspannter. Obwohl der Krater natürlich ein Erlebnis ist. Langsam geht es mir besser aber noch immer schlafe ich immer wieder ein. Wir machen uns auf den Weg nach oben. Steil geht es hinauf durch Urwald und man hat einen großartigen Blick über den Krater. Wir erreichen das Ende des Schutzgebietes und vor uns breitet sich eine lange, asphaltierte Strasse aus. Was für ein Gefühl! Wir fahren kilometerweit immer gerade aus durch Städte und an Dörfern vorbei. Es wird trockener und weniger grün, hier ist es wärmer und hier ist mehr Zivilisation. Es geht uns besser. Nach langer Fahrt (Ephrahim hat uns noch in Arusha seine Schule gezeigt), erreichen wir die KIA Lodge am Kilimanjaro Airport. Wir können einen Blick auf den Kilimanjaro werfen, sein Gipfel ist frei.
Endlich angekommen! Es gibt Strom, einen Pool, eine Dusche und alles sieht sauber aus. Nach dem Essen gehen wir bald schlafen.

29.12.2009
Nach dem Frühstück (mit Blick auf den Kilimanjaro) fährt uns der Shuttle Bus zum 1 km entfernten Flughafen. Der Flughafen ist klein und schnell haben wir eingecheckt. Bald sitzen wir in unseren kleinen Maschine und ab geht es nach Sansibar. Der Flug ist angenehm und nach 1 Stunde und 10 Minuten landen wir. Was für eine Hitze als wir aussteigen und über das Rollfeld in das Gebäude laufen. Es gibt kein Gepäckband sondern nur Kisten, auf die die Koffer gelegt werden.
Draussen finden wir unseren Fahrer, der uns ins Hotel bringt. Allerdings auch nicht sofort. Im klimatisierten Auto fahren wir ca. 1 Stunde bei 36°C Aussentemperatur über die Insel. Der Fahrer erzählt uns über die Geschichte der Inseln und was es alles zu sehen gibt.
Wir sind da! Es ist heiss und wir werden herzlich empfangen. Ich kann kaum die Augen von der wundervollen Aussicht auf den Ozean nehmen. Wir werden durch die Anlage zu unserem Bungalow geführt. Es ist wie ein paradiesischem Garten. Alles blüht, ist sauber und gepflegt. Die Wege sind nur aus Sand, ebenso wie der Boden des Restaurants. Hier ist relaxen angesagt und das haben wir auch bitter nötig!

30.-31.12.2009
Eigentlich wollten wir Ausflüge machen, verwerfen die Idee aber schnell. Wir wollen nur faul sein, die Sonne geniessen und an der wundervollen Anlage erfreuen. Morgens um 7:00 bekommen wir schon Kaffee auf die Terrasse gestellt und so trinken wir schon während des anziehens die 1. Tasse Kaffee. Das Personal ist nett und aufmerksam. Man ist bemüht alle Wünsche zu erfüllen. Das war auch der Eindruck während unserer ganzen Reise. Die Menschen waren immer freundlich, hatten immer ein Lächeln auf den Lippen und ließen es uns an nichts fehlen.
So vergehen die Tage mit schlafen, lesen, spazieren am Strand und dösen im Schatten in der Beach Bar auf grossen, bequemen Kissen im lauen Wind. Der Ozean ist so warm, dass ich das Gefühl habe in der Badewanne zu sein und denke, dass mal jemand kühles Wasser nachfüllen könnte!
Ich schaue auf den Ozean hinaus und freue mich, das erleben zu können. Hier ist ein guter Ort um die Seele baumeln zu lassen.
An Silvester gibt es ein BBQ am Pool, danach gehen wir in die Beach Bar und feiern am Strand. Sogar ein Feuerwerk von nahe gelegenen Kempinski Hotel können wir sehen.
Gegen 1:30 sind wir im Bett.

01.01.2010
Nach dem Frühstück im 10:30 werden wir abgeholt und in die Hauptstadt Stone Town gebracht. Es ist super heiss und wir schwitzen. Unser Hotel liegt direkt am Strand und unser Zimmer hat eine kleine Terrasse mit direktem Zugang zum Strand. Zuerst wollen wir die Stadt erkunden und ein paar Souvenirs kaufen. Schnell sind wir klatschnass und müssen in einem Café etwas trinken und ausruhen. Weiter geht's, bis wir nicht mehr können und uns in ein Restaurant schleppen. Stone Town ist ziemlich herunter gekommen und die Häuser verfallen. Wir finden Freddy Mercurys Geburtshaus in dem heute ein Shop untergebracht ist.
Den Rest des Tages liegen wir im Liegestuhl vor unserem Zimmer und dösen. Wir beobachten die Menschen, die auf und ab gehen und die Jungs, die gegen Abend kommen und am Strand turnen, baden und tollen.
Noch eine Dusche, Abendessen und ins Bett. Morgen beginnt unsere lange Heimreise.

02.01.2010
Um 8:15 werden wir abgeholt und zum Flughafen gebracht. Dort nimmt uns ein Mann in Empfang, der uns beim einchecken behilflich sein wird. Wie sich heraus stellt, eine sehr gute Idee! Da wir unseren Flug nicht bestätigen konnten (das Büro war bereits am 31.12. schon geschlossen), hat man uns kurzerhand von der Passagierliste gestrichen, die hier übrigens noch von Hand geführt wird. Unser netter Begleiter beruhigt uns und verspricht, für uns zu kämpfen. Er schafft es tatsächlich. Bleiben nur noch unsere 8 kg Übergepäck. Mit 10,- haben wir auch dieses Problem gelöst. In der Wartehalle ist es glühend heiss und auch in freien nicht besser. Die Sonne brennt so stark, dass es nicht zum aushalten ist. Endlich steht unser Flieger bereit und es geht los nach Dar-Es- Salaam. Der Flug dauert nur 15 Minuten.
Jetzt müssen wir bei Qatar einchecken und haben schon 10 kg Übergepäck. Wir haben keine Ahnung, wo das herkommt, denn wir haben viele Dinge (T-Shirt, Handtücher, Medikamente...) zurück gelassen. Das wird eine teuere Angelegenheit. Nach langen Diskussionen mit einem weiteren Mitarbeiter und studieren irgendwelcher Listen entscheidet man sich, unser Gepäck kostenlos zu befördern. Wir atmen auf. Wir fliegen 5,5 Stunden nach Doha.
Wieder in Doha, wieder vermummte Frauen, die uns unheimlich sind. Hier müssen wir 6,5 Stunden auf den Weiterflug warten. Ich weiss nich wie, aber auch diese Zeit ist vergangen. Vor uns liegen weitere 6,5 Stunden Flug nach München.
Endlich sind wir da. Unser Fahrer holt uns ab und lässt uns vorsichtshalber und aus Rücksicht (wegen der Kälte) in der Halle warten. Noch 1,5 Stunden und wir sind zu Hause!

Schnell hat uns der Alltag wieder aber ich konnte doch einiges mitnehmen. Ich finde, jeder sollte einmal Afrika sehen und kein Mensch sollte sich zu wichtig nehmen!
Wir werden sicher noch lange von den Erlebnissen zehren und uns immer wieder gerne an diese Traumreise zurück erinnern.
4.1.10 16:03


Werbung


Luise die 3.

In den letzten Jahren haben wir ja einiges mit Papas Frauenbekanntschaften erleben dürfen.

1. Die Drulla: stinkfaul und an nichts intessiert ausser an TV
glotzen, telefonieren und zweifelhaften Esoterikpraktiken.
Nur darauf bedacht, sich auf Dads Kosten ein faules und
angenehmes Leben zu machen.

2. Luise, die sehr nett war aber schnell wieder in der
Versenkung verschwand. Sie tauchte wieder auf und
ebenso plötzlich war sie auch wiedeer weg.

3. Irmgard: herrschsüchtig, dominant, ein Putzteufel.
Ständig hat sie sich in Familienangelegenheiten eingemischt
und hat versucht, Dad zu bevormunden. Am Schluss stellte
sich auch hier heraus: Die Frau ist pleite und ist
hauptsächlich an Geld interessiert.

Nach all den Enttäuschungen hat Dad doch tatsächlich wieder Kontakt mit Luise aufgenommen, die zwischenzeitlich nach Nürnberg gezogen ist (ganz in unsere Nähe). Seither verbringen sie viel Zeit miteinander.

Ab nächster Woche geht sie für 3-4 Wochen auf Reha. Ich hoffe, dass sie Dad und uns dann nicht vergisst.
14.1.10 14:41


Ballast abwerfen

In der Firma ist es ziemlich ruhig und so haben wir uns spontan entschlossen, den Keller zu entrümpeln.

Also haben wir gestern Nachmittag einen Container kommen lassen und bei der Gelegenheit auch gleich unseren Dachboden ausgeräumt. Wieviele Jahre schieben wir das schon vor uns her? Der Spitzboden war schon so voll, dass wir kaum mehr hinauf gekommen sind

Endlich hat sich das erledigt und ich fühl mich schon gleich viel befreiter. Am besten, ich mach gleich in der Wohnung weiter wo ich schon mal in Laune bin
15.1.10 09:58


Es geht los

Nach langer Überlegung mache ich jetzt ernst. Ich will mir bald die Augen lasern lassen und habe nächste Woche einen Termin für ein Vorgespräch!

Ich hoffe, es verläuft positiv und ich kann bald morgens aufstehen und SOFORT sehen. Das wäre einfach traumhaft!
20.1.10 13:36


Skifoarn

Nachdem wir 4 Tage beim Skifahren waren, ist für uns die Skisaison auch schon wieder beendet. Dieses Jahr werden wir keine Zeit mehr finden, die Hänge hinab zu sausen.

Ausnahmsweise hatten wir mal super Schnee und viel Sonne.

Da wir zu 6. waren, kam auch der Spass nicht zu kurz. Vorallem die Rodelpartie hat meine Bauchmuskeln arg strapaziert. Alle 3 Männer sind nacheinander in der selben Kurve vom Weg abgekommen und sind nacheinander den Hang hinunter gerauscht.

Es war lustig anzusehen, wie alle 3 ineinander verkeilt im Schnee liegen. Zum Glück ist keinem was passiert.
26.1.10 15:52





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung