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Mein 6. Hochzeitstag - oder wie ich 40 Jahre alt wurde

02.06.2010
Am Nachmittag mache ich mich mit Alex und dem Wohnwagen auf den Weg nach Hopfen am See bei Füssen. Wir wollen dort ein paar Tage verbringen. Unter anderem unseren Hochzeitstag und meinen Geburtstag.
An der Ortseinfahrt Füssen fällt mir ein Konzertplakat auf - Haindling. Da würde ich gerne mal hingehen. Also mach ich Alex drauf aufmerksam, denn passender Weise ist das Konzert am 05.06. Mein Göttergatte jedoch zeigt kaum Regung und so belasse ich es eben erstmal dabei.
Als wir ankamen war es noch trocken und so konnten wir in aller Ruhe unser Wasser/Abwasser anschliessen und alles erledigen, was ein Camper eben so erledigen muss.
Später gingen wir ins Restaurant, das nur ein paar Schritte von uns entfernt war. Zum Glück! Denn mittlerweile hat es geregnet und ein Ende war nicht in Sicht. Den Rest des Abends haben wir gemütlich vor dem TV verbracht.

03.06.2010
Regen, immer noch (oder immer wieder) Regen. Kalt ist es auch noch! Nach dem Frühstück schlage ich vor, die Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein zu besuchen. Zwar kenne ich beide schon, aber bei dem Wetter ist es ganz sinnvoll, sich innen aufzuhalten. Also kaufen wir Karten und machen Führungen durch beide Schlösser. Nicht nur wegen dem Regen lassen wir uns mit der Kutsche zu den Schlössern fahren.
Am Nachmittag sind wir fertig und machen uns auf den Weg zurück zu unserem Campingplatz. Noch im Auto macht Alex mich auf unsere neuen Nachbarn aufmerksam. Ich nicke nur und schaue nach links in Richtung des Wohnmobils und bemerke eine Frau, die einen Fotoapparat in meine Richtung hält. Ich frag mich, warum mich eine wildfremde Frau fotografieren will und bin verwundert. Ich guck die beiden an und versteh die Welt nicht mehr. "Was wollen denn die hier?", bringe ich schliesslich raus. Die neuen Nachbarn sind unsere Freunde Daggi und Jürgen samt Wohnmobil. Lachend laufen alle auf mich zu und ich kämpfe mit den Freudentränen. Die Überraschung ist absolut gelungen. Wir verbringen den Abend gemeinsam beim Hax'n essen. Der Tisch und die Hax'n waren natürlich auch schon bestellt.

04.06.2010
Die letzten Wolken verziehen sich schnell und wir können sogar im Freien frühstücken. Ich möchte gerne nach Österreich an den Plansee fahren. Vorher wollen wir aber noch in die Sennerei um Käse zu kaufen. Wir kommen nicht weit, Alex hat den Geldbeutel vergessen. Wir fahren also zurück. Wir stehen kurz vor der Einfahrt zum Campingplatz, aber Alex macht eine Anstalten, ganz rein zu fahren. Ich schau aus dem Fenster und sehe eine Frau mit langen blonden Haaren auf unser Auto zulaufen. Sie kommt näher und näher. Sie steht fast vor der Autoscheibe und jetzt endlich erkenne ich sie! Es ist meine Freundin Sandra. Auch sie ist extra hierher gereist und auch davon hatte ich keinen blassen Schimmer. Mein Augenmake-up löst sich zum 2. Mal auf und ich bin, was sehr selten ist, sprachlos! Wir machen uns also gemeinsam auf nach Füssen um in der Stadt bummeln zu gehen und danach kaufen wir Käse, den wir dann im Anschluss am Platz essen wollen. Vom Plansee spricht keiner mehr. Wir verputzen die guten Käse und sitzen in der Sonne. Was für ein schöner und fauler Nachmittag mit Blick auf ein grandioses Panorama. Ruhe, Frieden....so kann es jetzt bleiben. Doch was ist jetzt? Wer fasst mich von hinten an und biegt mir den Kopf in den Nacken? Meine liebste Freundin Gaby steht hinter mir, soeben aus München angereist. Da meine Schminke sowieso schon gelitten hat, kommt es jetzt auf die 3. Tränenrunde auch nicht mehr an! Ich bin einfach nur überwältigt und fassungslos. Ihr Freund Christian ist natürlich auch mit dabei und kam 20 Minuten später. Ich bin ziemlich sicher, dass wir jetzt komplett sind und ich keine weiteren Überraschungen mehr "fürchten" muss.
Wir lassen uns ein gutes Abendessen schmecken und sitzen im Anschluss vor unserem Wohnwagen. Ich wundere mich wirklich, wie Alex soviel Wein, Sekt und Bier hat einpacken können, ohne dass ich auch nur irgendwas bemerkt hätte. Ich erfahre auch, dass die Planungen für die Aktion "Füssen" schon seit März laufen und sich alle Beteiligten oft schwer taten, sich nicht zu verplappern. Ständig hatten sie Angst, dass ich irgendwas merken könnte. Aber ich lebte wirklich im Tal der Ahnungslosen und hatte nicht mal den Hauch eines Verdachts.

05.06.2010
Heute ist unser 6. Hochzeitstag! Ein Grund zum feiern. Gemeinsam machen wir eine Schiffsfahrt auf dem Forggensee und lassen uns in der Sonne an Deck ein paar Flaschen Prosecco schmecken.
Am Nachmittag wollen wir relaxen und im See baden. So vergeht der Tag. Für Abend haben wir einen Tisch beim Italiener reserivert.
Unser Tisch ist auf der Terrasse mit Sicht auf den See, die Berge und die saftig grünen Wiesen! Die Sonne brennt und es gibt kaum Schatten. Das Essen schmeckt aber sehr gut und wir sind alle soweit zufrieden. Daggi schlägt vor, noch in einen Biergarten zu gehen. Klar, ich willige ein! Plötzlich ruft Alex der Bedienung zu "wir zahlen! Ich muss jetzt hier weg!" (er sass nämlich in der prallen Sonne). Ich bin schon erstaunt, da Sandra ihren vollen Teller noch vor sich hat. Die Bedienung hat wohl ihren Salatteller samt Entenbrust fallen lassen und so musste sie warten, bis sie eine neue Portion bekam. In der Zwischenzeit hatten wir gegessen und sie auch gleich noch mit durchgefüttert. Ich protestiere also, dass Sandra ja noch essen würde. Aber das scheint keinen so wirklich zu interessieren. Schwups sitzen wir schon im Auto. Ich vermisse Gaby, ihr Auto ist uns nicht gefolgt. Ob sie wohl den Weg kennt? Ich frag nach, ob Gaby auch wüsste wohin und was für ein Biergarten das denn sei? Ich hätte nämlich keinen gesehen in dieser Richtung. Man beruhigt mich, es sei alles in Ordnung.
Wir fahren auf den Parkplatz des Festspielhauses ein. Hier wurde früher das Musical Ludwig II gezeigt. Alle Parkplätze sind belegt. Ich sag zu Alex, dass hier wohl nichts frei sei. Schon wird die Tür mit den Worten geöffnet, ich solle aussteigen und in den Biergarten gehen. Nebenbei drückt Alex mir noch eine Karte in die Hand. Es hätte nur noch eine Karte für Hainding gegeben. Ich soll mich beeilen, das Konzert fängt gleich an. Widerwillig und total überrumpelt steig ich aus. "Aber will da nicht alleine hin", kann ich noch stammeln und bin immer noch perplex. "Musst auch nicht", ist Alex Antwort. "Wir haben alle Karten und kommen mit, steig wieder ein!" Mein Gott! Schon wieder so eine Überraschung! Wie oft war ich schon sprachlos in diesen Tagen? Wie oft musste ich schon mein Make-up nachbessern? Diesmal muss ich auch noch mit der versauten Hose ins Konzert, weil ich beim Essen gekleckert hab. Es bleibt keine Zeit mehr zum überlegen, wir sind spät dran und schaffen es gerade noch rechtzeitig in den Konzertsaal.
Mir gefällt das Konzert super gut und ich bin ganz gefesselt! WOW! Was für ein Geschenk, was für ein Aufwand, was für eine Überraschung! Alles nur für mich! Mein Mann und meine Freunde sind die BESTEN und mit Gold nicht zu bezahlen! Ich verdrücke wieder ein paar Tränen der Rührung. Jetzt weiss ich auch, warum Alex von meinem Vorschlag ins Haindling Konzert zu gehen nicht sonderlich angetan war.
Nach 23 Uhr ist das Konzert aus! Wir stehen auf der Terrasse und schauen rüber auf das beleuchtete Neuschwanstein. Eine Traumkulisse in einer sternenklarer Nacht. Wir machen uns auf den Rückweg zum Campingplatz. Schliesslich haben wir heute schon Sekt, Chips und Erdnüsse gekauft. Lange muss ich nicht mehr warten und es ist 0:00. Mein Geburstag! Alle gratulieren mir, wünschen mir das beste. Alle erheben das Glas auf mich und lassen mich hochleben!
Aber noch nicht genug! Jetzt bekomme ich auch noch Geschenke! Ich erfahre, dass mir meine Freundinnen gerne einen Mops geschenkt hätten, aber Alex war absolut dagegen. So packe ich einen unechten Mops aus, den mir Alex schenkt. Es folgt ein Päckchen mit den 6 fehlenden Nomination Elementen für mein 2. Armband. Dies ist nun auch komplett. Zwischendurch bekomme ich noch von allen Freunden ein Mops-T-Shirt, ein Mops-Windlicht und ein Mops-Bild. Ich bin überwältigt! Wieder streckt man mir einen Umschlag hin. Diesmal ein Geschenk unserer Campingfreunde. Ich finde eine Karte für die Therme samt Anwendungen und eine Karte für Paul Panzer. Langsam aber sicher verliere ich wieder die Fassung, ich muss schlucken und erst mal einen grossen Schluck Sekt nehmen. Alex zieht noch ein Päckchen hervor. Ich packe den wunderschönen Kraken mit Kette von Thomas Sabo aus! Mein Gott! Das Konto meines Mannes muss nun endgültig geplündert sein. Ich hab das Gefühl, mir wird alles zuviel. Ich habe keine Worte mehr und sitze geplättet da. Alle amüsieren sich über meine Sprachlosigkeit und freuen sich, dass ihnen ihre Überraschung so gut geglückt ist. Unter Tränen bedanke ich mich für alles und bin stolz, dass ich die besten Freunde habe, die man sich nur vorstellen kann. Meine Lieben sind einfach unbezahlbar und die Worte fehlen....
Jetzt endlich werde ich eingeweiht, wie die Planung vonstatten ging und wie oft alles kurz vorm Auffliegen war. Ich habe allerdings niemals Verdacht geschöpft und war immer und zu jeder Zeit ahnungslos. Ich dachte wirklich, dass Alex und ich alleine feiern werden.
Der Tag war anstrengend, die Aufregung war gross und so gehen wir nach ein paar Gläschen Sekt schlafen.

06.06.2010
Um 11 Uhr müssen wir den Platz geräumt haben. Deshalb bereite ich das Frühstück schon mal vor und gehe duschen.
Gegen 9:30 Uhr kommen Gaby und Christian, gefolgt von Sandra. Was hatten wir doch für tolle Tage!
Aber was ist das? Daggi kommt mit dem Tablett und Sektgläsern. Sie stellen mir eine Schachtel vor die Nase und singen mir ein Ständchen (auf das sie letzte Nacht aus Lärmschutzgründen verzichtet hatten). Nicht das auch noch! In der Schachtel ist eine Erdbeertorte. Und auch das hat seinen Grund. Seit ich denken kann, hat meine Mutter für mich Erdbeertorte gemacht, auf die ich die letzten Jahre leider verzichten musste. Nun haben meine Lieben dafür gesorgt, dass ich wieder eine Erdbeertorte bekomme. Bevor bei mir wieder alle Schleusen aufgehen, hab ich schon ein Messer in der Hand und schneide die Torte an.
Ich kann es kaum glauben, aber noch immer gibt es eine Überraschung für mich. Mir wird ein Gedicht über mich vorgetragen und dazu bekomme ich noch eine Karte für das Pippo Pollina Konzert. Wir Mädels werden uns einen netten gemeinsamen Abend machen.
Schliesslich packen wir noch zusammen und machen uns auf den Heimweg.
So wird man gerne 40 Jahre alt und alle Beteiligten haben mir einen wunderschönen runden Geburstag bereitet, den ich nie vergessen werde. Diese Tage bleiben mir ewig in Erinnerung. Noch heute muss ich erst alles gedanklich sortieren und verdauen.
Für Abend hatte ich einen Tisch im Biergarten reserviert um mit der Familie und ein paar lieben Menschen zu feiern.
Nochmals bin ich reich beschenkt worden:
- Karten für ein Draculadinner
- Besteck aus Norwegen
- Pralinen mit meinem Foto
- Karten für Dieter Thomas Kuhn
- Blumen
- Leonardo Kette
und, und, und....

Ich bin so reich beschenkt und überrascht worden, dass ich total überwältigt war! Ich danke allen von Herzen! Das war mein schönster Geburtstag. Ich bin so stolz, dass sich so tolle Menschen meine Freunde nennen darf. Das ist für mich das grösste Geschenk - unbezahlbar!
7.6.10 16:21
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Martina (7.6.10 21:33)
meine liebe Ilona,
herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag und natürlich auch zum Hochzeitstag!!

LG
Martina

PS ich hatte soooo Gänsehaut beim Lesen Deines Berichtes...

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