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Unser Weihnachten und Silvester in der Karibik

22.12.2012 München – Dominikanische Republik (La Romana)

Wir heben erst nach einer 2-stündigen Verspätung Richtung La Romana ab, da wir noch auf einen Flieger aus Hannover warten müssen, der wegen Eisregen nicht starten konnte. Da wir schon in der Maschine sitzen, sind wir nicht so begeistert. 10 Stunden in der Holzklasse sind eigentlich schon mehr als genug. Ein Up-grade ist nicht mehr möglich, alles schon ausgebucht.

Ankunft gegen 18 Uhr in La Romana. Direkt vom Rollfeld aus werden wir auf Busse verteilt und binnen 10 Minuten sind wir auch schon am Hafenterminal. Schnell noch einchecken und dann dürfen wir endlich auf die Kabine. Unser Gepäck lässt auch nicht lange auf sich warten. Das klappt perfekt. Um 21:00 ist noch Seenotübung angesagt. Vorher legt die AIDA nicht ab. Also schnell auspacken, was essen und dann noch die Schwimmweste geschnappt und ab zum Sammelplatz. Ich war total müde und konnte kaum noch stehen. War ich froh, als endlich alles rum war. Plötzlich war auch meine Müdigkeit wieder weg und wir gingen noch rauf auf’s Pooldeck um das Ablegen zu erleben und noch 1-2 Drinks zu uns zu nehmen. Dann ab ins Bett!



23.12.2012 Seetag

Seetag….trotzdem bin ich um 7:00 schon hellwach. Es ist bewölkt und irgendwie auch kühl. Nach dem Frühstück schauen wir uns das ganze Schiff an. Langsam kommt die Sonne raus und wir setzten uns rauf auf‘s Deck, relaxen und schauen einfach dem Treiben zu.
Nachmittags haben wir beide noch Wellnessbehandlungen und Massage gebucht und „zack“ ist der Tag auch schon rum.



24.12.2012 Tortola (Road Town)

Endlich! Wir haben auf der ersten Insel angelegt. Tortola, Teil der British Virgin Islands. Wir haben den Ausflug „mit dem Segelkatamaran durch die Virgin Islands“ mit AIDA gebucht. Per Katamaran werden wir zu einem Schnorchel Platz gebracht. Allerdings ist dieser eher unspektakulär. Ein paar Fischchen und Korallen, weiter nichts. Dass die Fische rar sind kann aber auch daran liegen, dass hier Massen von Menschen von den Booten ins Meer geschwemmt werden.

Versorgt mit Rumpunsch machen wir uns auf den Weg zu Norman Island um dort am Strand zu liegen und zu baden. Das Meer ist wirklich glasklar, von einem unbeschreiblichem blau und die Sonne sticht ganz schön vom wolkenlosen Himmel. Ich entscheide mich für meine Kopfbedeckung, die wirklich selten zum Einsatz kommt.

Weiter geht’s mit Rumpunsch zur nächsten Insel. Dort wartet ein Mittagessen auf uns. Fisch, Huhn, Salat, Reis, Nudeln und Obst.
Nach einer Ruhepause segelten wir gestärkt zurück zum Schiff.

Nicht, dass es mir was ausgemacht hat. Aber dieser AIDA Ausflug wurde von keinem Scout der AIDA begleitet. Somit blieb auch die Übersetzung aus. Schlecht für alle, die kein Englisch können. Einzig der Kameramann war mit an Bord, verhielt sich aber komplett still. Das mal nur so am Rande….

Schnell noch Bescherung auf der Kabine, denn um 18:00 müssen wir schon im „Rossini“ sein. Wir bekommen heute dort das 8-gängige Weihnachtsmenü serviert und sind schon in froher Erwartung. Der Service ist sehr freundlich und aufmerksam. Wir bestellen erst mal Prosecco, schauen uns das Menü an und wählen einen Rotwein aus. Wie es aussieht, dauert der Beginn wohl noch etwas und so machen wir uns eben über den Brotkorb und den Aufstrich her. Auch nach 30 Minuten ist noch kein Essen in Sicht und die Stimmung droht auch am Nebentisch zu kippen. Grund der Verzögerung: Es fehlen Gäste! Alle wurden um 18:00 bestellt und auch (fast) alle kamen. Für uns Wartenden war nicht einzusehen, auf die Trödler zu warten. Gemäss dem Motto: „Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss essen was übrig bleibt!“ Etliche Brotkörbe später, die nun vor Verzweiflung an allen Tischen vertilgt wurden, und eine Flasche Rotwein später, kam dann endlich mal „ein Gruss aus der Küche“ an unserem Tisch an. Das Menü folgte im Anschluss. Da uns das Menü nicht vom Hocker gerissen hat, hab ich es mir nicht aufgeschrieben und auch nicht gemerkt. Es war nicht schlecht aber das geht noch deutlich besser!



25.12.2012 Antigua (St. John)

Ein neuer Tag, eine neue Insel. Es ist wunderbar, dem Schiff vom Balkon aus in aller Frühe beim Anlegen zuzusehen. Mal konnte ich sehen, wie die Lotsen an Bord gingen, manchmal sah ich die Sonne aufgehen und an manchen Tagen stand die Sonne schon am Himmel, bis ich mal einen Blick nach aussen geworfen habe.
Von Deutschland aus habe ich heute „Gordon’s Island“ Tour gebucht. Vom Schiff runter kann man sich vor Tour Angeboten kaum retten. Wie gut, dass wir dankend ablehnen konnten und als Beweis auch noch die Buchungsbestätigung dabei hatten.

Auf einem Umweg fanden wir dann auch den Treffpunkt. Wie sich rausstellte, teilten wir uns Gordon und sein Auto mit 5 weiteren AIDA Reisenden. 1 Paar und 1 Familie. Alle einsteigen, und los geht’s!

Vorbei am öffentlichen Markt (heute ist Feiertag und die meisten Läden sind geschlossen, die Strassen sind ruhig) und der zweit ältesten Kirche (St. Barnabas) auf Antigua geht es über die Insel über den Fig-Tree-Drive und vorbei am Regenwald zum „Dowhill Interpretation Centre“ (ein ehemaliges Fort, gelegen im Nationalpark). Dort erhält man unterhaltsam und per Film und Ton einen Einblick über die Geschichte der Insel. Ausserdem hat man von dort eine gute Aussicht.

Nächster Halt im Nationalpark, das Blockhaus. Ebenfalls ein ehemaliges, britisches Fort. Von hier oben hat man einen guten Blick auf Eric Clapton’s Anwesen auf einer Klippe! Sehr exponierte Lage!

Weiter geht es zum Aussichtspunkt „Shirley Heights“. Von hier oben hat man den berühmten Blick auf „Nelson‘s Dockyard“. Wir machen uns auf den Weg nach unten und erkunden das Hafengebiet, das sehr liebevoll renoviert wurde. Gordon versorgt uns mit Snacks und Getränken.
Jetzt aber genug der Anstrengungen und erst mal an den Strand. Gordon fährt uns an den Pineapple Strand zum baden und relaxen. Klares warmes Wasser, Palmen, Sonnenschein….so stellt man sich die Karibik vor!

Unseren letzten Halt machen wir noch an „Devil’s Bridge“ einer natürlichen, vom Wasser geschaffenen Brücke über dem Meer unter der das Wasser nur so tobt und krachend und spritzend gegen den Felsen klatscht. Gordon geht mit uns spazieren und wir finden auch ein paar Krebse.

Gordon war ein toller Guide und hat uns die Fahrt über bestens betreut und unterhalten. Sogar gesungen hat er für uns. Ein richtiger Entertainer eben und es hat viel Spass gemacht!

Abends hatten wir einen Tisch im „Buffalos“ reserviert. Ich hab mich tierisch auf ein gutes Steak gefreut. Auch hier gab es ein 4-gängiges Weihnachtsmenü aber ich wollte aber lieber nach der Karte essen. Die nette Bedienung hat mich aber darauf hingewiesen, dass eine a la carte Bestellung mit einer langen Wartezeit verbunden sein könnte. Das hatte ich gestern schon mal….nein….dann doch lieber das Menü. Nach Carpaccio vom Bison und Waldpilzcremesuppe kam dann mein Steak. Zwischenzeitlich habe ich bemerkt, dass Gäste, die nach der Karte bestellt hatten, ihr Essen auch schon hatten – ganz ohne längere Wartezeit! Naja…egal. Ich mach mich über mein Steak her und stelle fest, dass es durch ist! Ich hatte aber medium-rare bestellt. Bei aller Liebe, aber das mag ich nicht essen. Ich hatte mich so auf ein perfektes Steak gefreut. Ich teile dies der Bedienung mit, die verspricht, das Steak neu braten zu lassen. Allerdings könnte ich dann nicht zusammen mit meinem Mann essen. Na gut, was soll ich machen? Das neue Steak kam dann recht flott, war aber kein Kracher. Das Restaurant hatte sich gut gefüllt und leider hat uns keiner unseren bestellten Wein nachgeschenkt. Die abgegessenen Teller standen 30 Minuten vor uns. Es rannten zwar immer wieder mal Kellner an uns vorbei, aber keiner wollte unsere Teller mitnehmen. Irgendwann haben wir dann die Bedienung gerufen und die Rechnung bestellt. Das Dessert wollten wir nicht mehr.



25.12.2012 Dominica (Roseau)

Heute steht eine Inseltour mit Woody auf dem Programm. Auch Woody habe ich schon von Deutschland aus gebucht und wir waren bereits über Facebook in Kontakt. Umso größer war die Neugier und Freude, uns endlich persönlich kennenzulernen.

Kaum vom Schiff runter, hab ich ihn auch schon gleich erkannt und er mich. Ein paar Worte gewechselt und schon sassen wir in seinem Land Rover. Alex war begeistert, endlich mal in einem Land Rover fahren zu können.

Dominica ist eine sehr ursprüngliche, grüne und wilde Insel. Wo man auch hinsieht, üppiges Grün, exotische Blüten in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Pflanzen, die man bei uns im Baumarkt bekommt und die trotz Hege und Pflege eingehen wuchern hier wild und in nie gesehener Größe und Pracht. Beneidenswert!

Von Roseau aus ging es ins Landesinnere zu einem Wasserfall. Woody hat uns kreuz und quer durch den beeindruckenden Regenwald gefahren. Das nenn ich Off-Road. Kakao, Mango und andere Früchte wuchern hier vor sich hin und werden weder beachtet, noch geerntet. Vorbei an einer Schlucht, in der ein Fluss gen Meer fliesst, ging es wieder Richtung Küste. Wir fuhren die Küste ganz in den Norden hinauf. Woody machte immer mal wieder einen Abstecher ins Landesinnere und wir fuhren durch Dörfer, auch durch ein Rastafari Dorf und vorbei an Schauplätzen des Films „Pirates of the caribbean“.

Natürlich war auch für unser leibliches Wohl gesorgt. Woody hatte die prall gefüllte Kühlbox mit dabei in der sich Bananenkuchen, Sandwiches, Bier, Wasser und jede Menge Rumpunsch befand.

Nun war es Zeit zum ausruhen, wir wollten zum Strand. Leider war kein richtiges Strandwetter, aber wen stört schon so ein kurzer tropischer Schauer? „Liquid sunshine“ nennt das Woody! Wir fuhren Off-Road direkt an den Strand und schon wurde der Sonnenschein flüssig und es wollte gar nicht mehr aufhören. Nach 10 Minuten war der Spuk aber doch vorbei und wir konnten baden gehen.

Ausgeruht traten wir den Rückweg an. Woody hielt noch an Aussichtspunkten, fuhr uns nochmal in den Regenwald und wurde nicht müde, uns von sich und seiner Insel zu erzählen. Wir hatten einen tollen gemeinsamen Tag mit viel Spass, den wir alle sehr genossen haben und so schnell nicht vergessen werden.




27.12.2012 St. Lucia (Castries)

Keine Zeit zum ausruhen, denn auch für heute hatte ich bereits von Deutschland aus einen Ausflug (Highlights von St. Lucia) gebucht. Diesmal allerdings mit einer Deutschen Auswanderin. Wir trafen Christiane gleich am Pier und stellten fest, dass viele Mitreisende ebenfalls mit Christiane gebucht hatten.

Die Tour führt uns in den Süden der Insel. Wir halten immer wieder an um Fotos machen zu können. Da wir mit einem Kleinbus unterwegs sind dauert es immer, bis alle draussen bzw. wieder drinnen sind. Da war die private Tour mit Woody schon deutlich entspannter.

In Canaries angekommen hat Christiane dann erst mal mit Alex und mir eine Apotheke aufgesucht. Wir beide fühlten uns nicht besonders, es kündigte sich wohl eine Erkältung an. Kein Wunder, bei den auf Kühlschranktemperaturen herunter gekühltem Schiff.

Auch St. Lucia ist sehr grün und überzogen mit unberührtem Regenwald, der als Naturschutzgebiet gilt. Ein Spaziergang im botanischen Garten, der vom Regenwald abgegrenzt wurde, gewährt einen Eindruck von der Fülle und Pracht der Flora und Fauna. Sogar einen Kolibri hab ich dort gesehen.

Vor Soufriere halten wir an um die Wahrzeichen St. Lucias, die beiden Pitons in der Soufriere Bay, zu fotografieren. Zu erwähnen ist noch der Stopp an der Kassava Bäckerei. Dort werden Backwaren aus dem von der Maniok Wurzel gewonnenem Mehl (Kassava) hergestellt. Das ist eine aufwändige Arbeit. Das Brot gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Es ist sehr nahrhaft und schmeckt gewöhnungsbedürftig.

Letzter Halt ist die bekannte Marigot Bay mit der Gelegenheit zu baden. Wir entscheiden uns für ein Café und gönnen uns einen Burger, bevor wir wieder zurück zum Schiff gebracht werden.



28.12.2012 Barbados (Bridgetown)

Heute steht ein AIDA Ausflug auf dem Programm: Jeep & Katamaran.
Nach dem Treffen aller Teilnehmer werden wir auf Jeeps verteilt und über die Insel gefahren. Hier sieht man schon deutlich, dass es hier einige wohlhabende Menschen gibt. Vorbei an Traumstränden und Hotels und einen kurzen Abstecher durch den Regenwald (ich konnte sogar 2 Affen sehen) halten wir an einer Anlegestelle ganz in der Nähe des Hafens. Wieder ist kein Scout anwesend, niemand übersetzt und so stehen wir in der Sonne und wissen nicht wohin und wie es nun weiter geht.

Endlich setzt sich die Menge in Bewegung und wir besteigen einen Katamaran. Nach kurzer Fahrt hält der Katamaran ganz in Strandnähe. Hier sollten wir eigentlich Wasserschildkröten sehen und mit ihnen schwimmen. So ganz kann ich das nicht glauben und entscheide mich erst mal, nicht ins Wasser zu gehen. Die Erkältung ist schlimmer geworden und ich will nichts riskieren.

Tatsächlich springt ein Guide jedoch ins Wasser um die Tiere anzufüttern. Also werfe ich mir doch die vorgeschriebene Schwimmweste um und stürze mich ins Abenteuer. Nach kurzer Zeit schwimmt tatsächlich eines dieser faszinierenden Tiere auf mich zu und unter mir durch. Zum greifen nahe…..aber ich beobachte nur respektvoll. Plötzlich kommen sie aus allen Richtungen. Kinder, Männer, Frauen….alle wollen die Schildkröten sehen und es wird richtig voll im Wasser. Ich werfe noch ein paar Blicke auf die Tiere und gehe wieder an Bord. Das wird mir eindeutig zu viel. Man sieht bald vor lauter Menschen keine Tiere mehr.

An Bord gibt es wieder Getränke, Rumpunsch und ein Mittagessen (Huhn, Fisch, Salat, Nudeln) und wir segeln weiter. Leider überrascht uns noch ein Regenschauer, der uns aber einen wunderschönen Regenbogen beschert. Langsam segeln wir wieder zurück und gehen wieder an Bord. Den Abend verbringen wir – wie meistens – bei ein paar Drinks und gehen nie zu spät ins Bett.



29.12.2012 Tobago (Scarborough)

Wir sind früh dran, als wir von Bord gehen. Unser Ausflug beginnt erst um 10:30 und so schlendern wir erst mal durch Scarborough, was wirklich nicht sehenswert ist. Heute ist es richtig heiss und wir besorgen uns schnell noch ein paar Flaschen Wasser für den Tag.

Nach kurzer Wartezeit finden wir auch unseren Guide, Sarah. Auch diesmal hab ich wieder von Deutschland bei Auswanderern gebucht. Es geht zu einer Tour mit dem Glasbodenboot. Ein junges Paar, das erst gestern auf Barbados auf die AIDA zugestiegen ist, hat ebenfalls gebucht.

Sarah bringt uns mit dem Auto zum Pigeon Point Beach. Dort muss man Eintritt bezahlen und bekommt ein Bändchen ans Handgelenk. Der Strand ist sehr schön! Palmen, Bars, weisser Strand und türkises Meer. Leider sind dort viel zu viele Menschen.

Nach kurzer Wartezeit machen wir uns auf die Fahrt mit dem Glasbodenboot. Zuerst geht es über einen Korallengarten, dann hält das Boot damit man schnorcheln gehen kann. Auch diesmal verzichte ich wieder, wegen meiner Erkältung. Ich fühl mich nicht gut. Ein paar bunte Fische kann ich durch den Glasboden sehen und wie ich höre, gibt es nicht so wahnsinnig viel zu sehen. Da bin ich von den Malediven schon sehr verwöhnt und kann also ruhigen Gewissens an Bord bleiben.

Sarah versorgt uns gut mit Getränken und – genau – Rumpunsch!
Nach kurzer Fahrt halten wir im hüfthohen Wasser der Nylon Bay. Hier hat das Wasser eine unbeschreibliche und fast unechte Farbe. Man glaubt, jemand hat türkisfarbene Folie auf den Grund geklebt! Es heisst, dass man nach einem Bad 10 Jahre jünger wird. Das ist natürlich auch ein Grund. Das Wasser ist so verlockend und einladend, dass Alex und ich doch reingehen. Noch dazu ist das Wasser angenehm warm! Zurück an Bord machen wir uns auf den Rückweg und können auch noch einen Manta sehen. Es ist ein kleiner Baby Manta (ca. 2-3 m Spannweite) und er hält sich ganz alleine in der Bucht auf. Ein ergreifender Anblick.

Zurück an Land haben wir noch 2 Stunden Strandaufenthalt. Da ich mich nicht gut fühle, bekommt mir auch die Hitze nicht. Alex kauft sich an einer Strandbar einen Hamburger, der ihm in Zeitlupe und völlig planlos zubereitet wird. Ich kann mich kaum mehr auf den Beinen halten und setze mich erst mal. Wir entscheiden, in den Schatten zu gehen und treffen dort wieder auf das junge Pärchen samt Sarah’s Kühlbox. Hier kann man es aushalten!

Zurück an Bord entscheide ich mich für einen Besuch bei der Schiffsärztin. Sie untersucht mich und gibt mir Medikamente mit. Fieber habe ich glücklicherweise nicht und auch die Lungen sind frei. Aber ich fühl mich ziemlich im Eimer und hoffe auf schnelle Besserung! Anstatt Drinks in der Bar gibt es nun jeden Abend Eimerweise Tee!





30.12.2012 Grenada (St. George’s)

Für heute hab ich nichts gebucht. Eigentlich sollten wir die Insel auf eigene Faust erkunden und mein Plan war, einen Taxifahrer zu engagieren.

Die letzten Tage waren erlebnisreich, wir haben viel gesehen und die Eindrücke noch kaum wirklich verarbeitet. Richtig fit fühle ich mich auch noch nicht und so treffen wir die Entscheidung – zusammen mit unseren Kabinen Nachbarn – an Bord zu bleiben. Also rauf auf’s Pooldeck. Heute ist es wechselhaft und so knallt auch die Sonne nicht so gnadenlos vom Himmel. Kaum wach, schlaf ich auch schon wieder ein. Ich fühl mich echt mies!

Wir verlassen das Schiff nur kurz um Gewürze, Muskatnuss, Rum und ein paar Kleinigkeiten zu kaufen. Danach fühle ich mich schon wieder angestrengt und schlafe gleich wieder ein.

Schade, dass ich die Insel nicht sehen konnte. Ich tröste mich, dass ich schon viel Regenwald gesehen habe….

Richtig Appetit habe ich heute auch nicht, ich bleib also beim Tee!



31.12.2012 Isla Margarita (El Guamache)

Heute geht es mir besser. Gott sei Dank! Schliesslich ist heute Silvester.

Der Hafen von El Guamache sieht nicht sehr einladend aus. Aus Sicherheitsgründen habe ich mich auch hier entschlossen, einen AIDA Ausflug zu machen (Jeep & Strand). Wieder werden wir auf Jeeps verteilt und Jose, unser Guide, erklärt uns stolz die Umgebung. Nach ca. 30 Minuten erreichen wir unser 1. Ziel. Wir steigen in kleine Boote um und werden durch die Mangroven gefahren. Hier sehen wir Pelikane, einen Adler, Seesterne und große Krebse mit blauen Scheren.

Nach der Fahrt versorgt uns Jose erst mal mit Getränken. Hier in Südamerika gibt es keinen Rumpunsch mehr, sondern Cola mit Rum! Wir sehen noch einen Leguan und eine überdimensional grosse Heuschrecke, bevor wir uns auf den Weg zum Strand machen.

Die Landschaft hier ist ziemlich karg und es gibt sehr viele Kakteen. Am Strand angekommen zeigt uns Jose unseren Tisch, an dem wir später unser Mittagessen einnehmen werden. Väterlich versorgt er uns mit Cola/Rum und schickt uns auf Entdeckungsreise an den Strand. Er würde winken, wenn es Zeit zum Essen ist.

Ich muss noch erwähnen, dass man uns diesmal einen AIDA Scout mitgeschickt hat und zur Verstärkung eine Dame vom Theater. Leider hab ich den Scout gar nicht bemerkt, die Dame von Theater dagegen war sehr engagiert. Egal! Jose hat sich rührend um uns gekümmert, wer braucht da schon einen AIDA Scout?

Nach dem Mittagessen (Fisch oder Huhn, Salat und Reis) mit einigen Bieren und Rum Cola ging die Fahrt in einen Nationalpark. Hier machten wir eine kleine Wanderung durch einen Kakteen Wald. Die Guides erklärten uns alles ganz genau und die Sonne schien gnadenlos vom Himmel.
Zurück bei den Autos wartete schon unser treuer Jose mit Drinks auf uns! So eine liebe gute Seele! Er und die beiden Guides sangen uns noch ein paar Lieder, begleitet von einer venezolanischen Gitarre und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg zum Schiff.

Nach dem Essen im „Weite-Welt-Restaurant“ (es gab heute zur Feier des Tages Kaviar, den ich eh nicht mag), haben wir es uns in einer kleinen Gruppe auf dem Pooldeck bequem gemacht. Bald startete auch schon die Party, die wirklich sehr gelungen war. Der Countdown wurde gezählt, die Schiffsglocke geläutet und der Kapitän hielt eine Rede. Mit einem Wiener Walzer tanzten wir ins neue Jahr. Als krönenden Abschluss konnten wir ein gigantisches Feuerwerk auf hoher See bewundern. Ein großes Kompliment, das war wirklich gelungen und die Gänsehaut war garantiert! Das hat wohl keinen kalt gelassen.



01.01.2013 Bonaire (Kralendijk)

Heute Morgen erreichen wir die erste der ABC Inseln. Alex holt mich aus dem Bett, wir fahren gerade an den Salinen vorbei.

Für heute haben wir keinen bestimmten Plan. Eigentlich wollten wir mit dem Boot nach Klein Bonaire fahren aber shoppen wollten wir auch gehen. Also entscheiden wir uns, zusammen mit unseren Nachbarn, erst mal für’s shoppen.
Die Innenstadt ist gleich abgeklappert, ebenso die Geschäfte. Viele haben sowieso geschlossen, heute ist Feiertag.

Zum Mittagessen gehen wir zurück auf’s Schiff und entspannen auf dem Pooldeck. Nach Klein Bonaire, das in Sichtweite ist, wollen wir heute doch nicht mehr. Dort ist kein Schatten und auch sonst nichts ausser Sand, Sonne und Meer. Davon haben wir schon so viel gesehen.
Irgendwas muss man ja übrig lassen, damit man einen Grund zur Rückkehr hat.



02.01.2013 Curacao (Willemstad)

Der Name der Insel verspricht schon einen schönen Tag und auch der Hafen von Willemstad mit seinen hübschen, bunten Häusern wirkt einladend.

Wir treffen Uwe, der von Deutschland ausgewandert ist, zu unserer Inseltour. Uwe erklärt uns verschiedene Gebäude und bald erreichen wir eine Straussenfarm. Da wir so zeitig dran sind, sind wir die ersten und haben den Guide und den Unimog ganz für uns alleine. Die Fahrt durch die Farm ist sehr interessant und wir dürfen die Strausse auch füttern. Ein lustiges Gefühl, wenn sie mit ihren behaarten Hälsen die Arme streifen und heftig picken. Da so ein Strauss 200 kg wiegt und mit diesem Gewicht auch seine Eier bebrütet, können wir uns problemlos auf ein Ei stellen. Ich trau dem Frieden nicht, stell mich aber trotzdem drauf und – siehe da – es bricht nicht.

Ein weiterer Halt ist Fort Nassau, hier geniessen wir die Aussicht, bevor wir weiter zur Curacao Fabrik fahren. Der Likör aus der Bitterorange hat nichts mit dem Blue Curacao zu tun. Interessant zu sehen, wie die Flaschen zwar maschinell befüllt werden, aber später von Hand nach befüllt, verschlossen und verpackt werden.

Uwe fährt uns weiter über die Insel und immer wieder hält er an, damit wir die Aussicht geniessen können und Bilder von diesem unverschämt blauen Meer machen können. Fast unwirklich wirken die Farbtöne von türkis und blau. Auch im Nationalpark halten wir an und bestaunen die Höhle, in der das Meerwasser nur so tost.

Wir halten an einem schönen, mit Palmen bepflanzten Strand, um dort etwas zu essen und zu trinken. Dann machen wir uns schon wieder auf den Rückweg. Uwe lässt uns in der Stadt raus, damit wir auch diese noch erkunden können.

Da wir heute erst um 22:00 ablegen, verlassen wir das Schiff nach dem Abendessen nochmal um uns ein paar Drinks in der Bar an der Hafenpromenade zu genehmigen.



03.01.2013 Aruba (Oranjestad)

Für heute haben wir einen Strand Buggy gemietet und wir sind sehr gespannt. Wir verlassen das Schiff, können aber leider niemanden sehen, der auf uns wartet. Nach einiger Wartezeit gehe ich zurück auf das Schiff um die Telefonnummer der Agentur zu holen, bei der wir gebucht haben. Die nette Dame von der Hafeninformation ruft dort an und nach einem Rückruf erfahren wir, dass man uns gleich abholen wird. Es gab Probleme.

Dann kommt auch schon Edmund mit dem Jeep und bringt uns zur nahe gelegenen Agentur. Wir regeln alles Finanzielle und füllen Papiere aus. Der Rest der Gruppe wartet schon auf uns auf ihren Quads. Die anderen Gäste sind aus Venezuela und das junge, asiatische Paar kommt aus den USA. Der Buggy sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus. Uralt und alles hängt weg, bzw. wurde notdürftig mit Klebeband befestigt. Helme gibt es nur in XL und auch die sind uralt und ziemlich dreckig und ekelig. Was soll’s. Ich setz mir so einen Topf auf, den man gar nicht richtig schliessen kann. Bei dem geringsten Windstoss verliere ich den sicher, an einen Sturz will ich mal gar nicht denken. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass auch der Sicherheitsgurt nicht mehr funktionsfähig ist. Auf der Fahrt stellt Alex fest, dass die Bremsen sehr spät reagieren. Unterwegs streikt das Quad der Amerikaner immer wieder mal. Endlich kommen wir an einem Aussichtspunkt an, an dem das Meer mit voller Wucht gegen die Felsen kracht und man ordentlich mit Wasser eingestaubt wird. Wir schalten den Motor des Buggys ab, da wir abschüssig stehen und es keine Handbremse gibt. Die Motoren der Quads laufen weiter – aus gutem Grund. Unser Gefährt mag nämlich nicht mehr anspringen. Edmund schiebt uns mit seinem Quad den Hügel hinunter und siehe da, wir rollen wieder. Nun soll es in den Arikok Nationalpark gehen und die Strasse wird, lt. Edmund, „very rough“!

Edmund sollte Recht behalten. Es geht über Stock und über Stein durch eine Geröllwüste, steil bergab. Man kann schon das Meer sehen, die Aussicht ist phantastisch! Ganz wohl ist mir bei der Fahrt nicht. Mein Vertrauen in unser Gefährt ist nicht grenzenlos. Aber ich geniesse die Fahrt trotzdem.

Unten angekommen haben wir Gelegenheit im „natural Pool“ zu baden. Das Meer hat zwischen den Felsen einen Pool geschaffen, in dem man gefahrenlos baden kann. Ansonsten wäre das nicht möglich. Das Meer ist viel zu rau hier. Wir machen nur einen Spaziergang, da wir keine Badesachen dabei haben.

Nun geht es an den Rückweg! Alle sitzen, es geht los! Die Venezolaner sind schon vorgefahren. Aber das Quad der Amerikaner streikt. Edmund versucht es wieder in Gang zu bringen. Vergeblich. Langsam wirkt er verzweifelt und kramt gerade sein Telefon raus. Da, plötzlich, das Teil springt an und wir machen uns bergauf auf den Rückweg. Wirklich „very rough“ und ich muss mich ordentlich festhalten.

Endlich haben wir wieder eine normale Strasse erreicht, als Edmunds Quad streikt. Er bekommt das Ding aber wieder an. Die Freude währt allerdings nicht lange, schon bald steht er wieder. Diesmal für immer, denn bei dem Versuch das Quad zu starten, reisst auch noch der Griff des Starters ab! Die Männer montieren kurzerhand ein Kabel von einem Zaun ab und binden unserem Buggy das Quad hinten dran. Wir sollen Edmund abschleppen. War ja klar, dass das nicht lange gut ging. Schon nach 50 Metern hatten wir Edmund verloren. Da die Gruppe aus Venezuela ein kleines Kind dabei hat, wird dies kurzerhand zwischen 2 Leute gesetzt und so gibt es hinter dem jungen Mann einen freien Platz, den nun Edmund einnimmt. Der Rückweg verläuft nun ohne weitere Zwischenfälle. Wenn das kein Abenteuer war? Wir haben es alle mit Humor genommen!

Heute Abend ist „Alpenglühn Party“ angesagt. Es ist sehr befremdlich, in der Karibik bei einem lauen Lüftchen Schlager, Volksmusik und auch noch „Skifoarn“ zu lauschen. Dazu gab es Brezn, Speck- und Schmalzbrot. Das Ganze war so abgefahren, dass wir es fast schon wieder gut fanden. Jedenfalls haben wir uns amüsiert.



04.01.2013 Seetag

Langsam endet unsere Reise und wir haben Zeit, uns auszuruhen und unsere Erlebnisse zu verarbeiten. Wir finden freie Liegen für den Vormittag und verbringen den Nachmittag auf der Kabine und auf dem Balkon.

Gegen 17:00 ist auch schon Kofferpacken angesagt. Es fällt sehr schwer…..




05.01.2013 Dominikanische Republik (La Romana)

Der letzte Tag beginnt und wir sind schon morgens um 7:00 beim Frühstück. Da wir die Kabine schon um 9:00 räumen müssen aber erst um 18:00 fliegen, haben wir nochmal einen AIDA Ausflug gebucht: Bootssafari zur Insel La Saona.

Wir fahren an Bilderbuch Stränden vorbei. Weisser Sand, gesäumt von Palmen und menschenleer. Die Crew versorgt uns mit Cola-Rum und so macht uns auch der kurze Regenschauer nichts aus.

Wir halten im Naturpark und baden im hüfthohen, türkisblauen Wasser. Der Guide holt riesige, rote Seesterne aus dem Meer und legt sie uns in die Hände. Wir staunen und geniessen die paradiesische Umgebung. Nach einer kurzen Fahrt durch die Mangroven erreichen wir dann auch endlich La Saona.

Liegestühle aus Holz stehen unter schattigen Palmen, ein endloser Strand zieht sich die Küste entlang und überall stehen Palmen. Wow, was für ein Anblick!

Ich kaufe eine Kokosnuss und lasse mir das Kokoswasser mit Rum auffüllen – Coco Loco! Ab damit in den Liegestuhl und faul auf das Meer schauen. Ein Traum! In ein paar Stunden soll ich schon wieder zu Hause sein? Lieber nicht dran denken.

Im Schatten bekommen wir noch ein Mittagessen serviert, das – wie immer – aus Huhn, Salat, Nudeln und Reis besteht. Noch ein Nickerchen und wir werden zurück zum Hafen gebracht.

Schnell auf das Schiff zurück, das Handgepäck holen und wintertauglich umziehen. Notdürftig waschen wir uns das Salzwasser auf der Toilette von Armen und Beinen. Dann sitzen wir auch schon im Bus und werden zum Flughafen gebracht. Wir treffen Mitreisende wieder und verabschieden uns. Es war eine tolle Zeit! Unsere Maschine startet pünktlich und mit dem Worten des Kapitäns „Ich bring sie jetzt nach Hause! IIIHAAAA! „ fliegen wir in die Nacht Richtung Heimat.

Mein AIDA-Fazit:

Das Schiff ist in einem sehr guten Zustand und sehr modern und geschmackvoll eingerichtet. Die Crew, Kellner, Barkeeper und sonstige Mitarbeiter waren zu jeder Zeit freundlich und bemüht.

Ich habe mich niemals durch Animation gestört gefühlt, man kann sich immer zurück ziehen. Das Schiff bietet wirklich sehr viele Möglichkeiten.

Das Essen in Buffetform wird doch schnell langweilig und wiederholt sich. Es ist nicht wirklich schlecht. Die Qualität stimmt meistens. Allerdings ist es auch keine Offenbarung und nach manchen Schmankerln muss man regelrecht suchen (Maracuja und andere Früchte ausser Ananas, Melone, Apfel und Banane, Lachs zum Frühstück). Ich habe ein bißchen die Raffinesse der Zubereitung und Abwechslung vermisst.

Das Silvesterbuffet war – bis auf den Kaviar und Carpaccio – ein Buffet wie jedes andere. Die Salate waren ständig die gleichen.

Auch das Frühstücksangebot war nicht wirklich ein Kracher.

Den inbegriffenen Tischwein fand ich nur grauenvoll. Einmal hab ich den Rotwein probiert und könnte schwören, dass er korkt. Nur wie kann Wein aus dem Container korken? Ich will gar nicht wissen, was da so alles zusammen geschüttet wurde. Der Weisswein ist für ein paar Schlucke zum Essen akzeptabel.

Aber wer fliegt schon wegen dem Essen in die Karibik?

Alles in allem waren wir jedoch zufrieden und wir hatten eine tolle Zeit, die wir sehr genossen haben!
11.1.13 13:00
 


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